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Apple Mr. iPod tritt ab

Apple verliert einen seiner besten Köpfe: Tony Fadell, der Mann hinter dem populären Musikspieler iPod, geht von Bord. Steve Jobs verliert damit einen potenzieller Thronfolger. Und Fadells Nachfolger hat von tragbaren MP3-Spielern eigentlich keine Ahnung - und noch eine juristische Schammschlacht mit IBM offen.
Der iPod Nano: Auch hinter diesem tragbaren Musikspieler stand Tony Fadell. dpa Quelle: dpa

Der iPod Nano: Auch hinter diesem tragbaren Musikspieler stand Tony Fadell. dpa

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Apple droht ein Führungsvakuum. Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft verlässt Tony Fadell, der Chef der iPod-Sparte, das Unternehmen. Apple bestätigte die Personalie am späten Dienstag. Offizielle Begründung: Fadell will für die eigene Familie kürzer treten und nur noch beratend für den Computerhersteller tätig sein - was immer das in der Praxis auch bedeuten mag.

Das Problem: Nachfolger Mark Papermaster hängt angeblich in einem juristischen Streit mit seinem früheren Arbeitgeber IBM fest. Mal ganz abgesehen davon, dass er eigentlich ein Computerchip-Experte ist. Tragbare MP3-Player wie der iPod gehören nicht zu seinem Spezialgebiet. Für Marktbeobachter kommt Apples Wahl deshalb auch überraschend. Das Ganze trifft die Steve-Jobs-Company zu einem unglücklichen Zeitpunkt: Während die Verkaufszahlen des Mobiltelefons iPhone explodieren, geht es beim iPod kaum noch voran.

Tony Fadell war gerade auf der Skipiste, als ihn Anfang 2001 ein Anruf von Apples Hardwarechef Jon Rubinstein erreichte. Ob er einen Musikplayer entwickeln wolle? Fadell, der zuvor für Philips einen Organizer namens „Velo“ entwickelt hatte, war gerade Unternehmer und sagte zu. Apple lag am Boden, eine Insolvenz war mühsam abgewendet worden, und neue Ideen mussten her. Fadell wurde Mitarbeiter Nummer eins der iPod-Sparte. Er bastelte ein Pappmodell, malte Bildschirm und Knöpfe drauf und überzeugte Rubinstein von dem Entwurf. In nur acht Monaten entstand der „iPod“.

Anfangs ein Flop, stiegen die Verkaufszahlen mit der Windows-Version der Musiksoftware „iTunes“ raketenhaft an. Heute ist er Synonym für digitale Musikspieler, über 174 Millionen Stück hat Apple verkauft. Zum Vergleich: Sony hat nach eigenen Angaben bislang in knapp 30 Jahren insgesamt über 300 Millionen Exemplare seiner legendären „Walkman“-Serie verkauft.

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