Arbeitsmarkt Die Rückkehr der Kurzarbeit

Etwa 1,7 Millionen Menschen wurden während der Krise 2009 zu Kurzarbeitern. Jetzt erhält die Konjunktur einen erneuten Dämpfer – das Werkzeug Kurzarbeit ist wieder gefragt. Die Gewerkschaften sind für den Einsatz.
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Geld gibt es für Kurzarbeiter in Maßen weiter, doch arbeiten müssen sie nicht.

Geld gibt es für Kurzarbeiter in Maßen weiter, doch arbeiten müssen sie nicht.

DüsseldorfWer in Stuttgart Straßenbahn fährt, kann in der Regel Gespräche über den VfB belauschen oder die „Fantastischen Vier“. Doch im Frühjahr 2009 dominierte ein anderes Thema den Small Talk: Kurzarbeit. Selbst in einer Region, wo Arbeitslosigkeit fast kein Thema ist, mussten Arbeiter und Hochqualifizierte auf einmal zu Hause bleiben. Es gab nichts zu tun, die Nachfrage nach „Made in Germany“ war desaströs.

Dreieinhalb Jahre später lässt die Konjunktur wieder zu wünschen übrig. Erneut schwächeln vor allem die Exporte in der Industrie – und Manager erinnern sich gerne an das Werkzeug aus der Wirtschaftskrise. So haben etwa Mittelständler die Scheu vor der Kurzarbeit abgelegt. „Früher haben Unternehmen Kurzarbeit als Eingeständnis eigener Schwäche gesehen“, sagte Jürgen Scholz von IG Metall Regensburg. Doch die Erfahrungen im Konjunkturtal seien positiv gewesen und somit sei Kurzarbeit „zum akzeptierten Mittel“ geworden.

Kurzarbeiter bekommen - wie beim regulären Arbeitslosengeld - 60 Prozent des ihnen durch den Arbeitsausfall entgehenden Nettolohns erstattet. Beschäftigte mit Kindern erhalten 67 Prozent.

In den aktuell verfügbaren Daten lässt sich zwar noch kein großer Boom feststellen. Aber unter den großen Konzernen haben etwa Bosch, Opel, Infineon und Thyssen-Krupp bereits begrenzt Kurzarbeit angemeldet. Continental, MAN und einige andere Unternehmen denken darüber nach. Die Zahl der Beschäftigten, für die konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt wurde, ist im vergangenen Monat auf mehr als 44.000 gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2010.

Das ist weit entfernt von den Rekordwerten der Krise mit 1,7 Millionen Kurzarbeitern. Doch derzeit gebe es eine Art „Kurzarbeiter-Stau“, sagt ein anderer Gewerkschafts-Funktionär. Viele Firmen würden gerne das Werkzeug nutzen, hoffen aber auf gelockerte Vorgaben. Der Grund für das Zögern: Viele Firmen wollten gerne mehr freie Tage verhängen, trauern aber den Regeln aus dem Konjunkturprogramm von vor drei Jahren hinterher.

Derzeit gilt: Erst wenn Arbeitszeitkonten auf die maximal zulässigen Minusstunden abgebaut sind, lässt die Arbeitsagentur Anträge zu. Diese Regelung war 2009 zeitweise außer Kraft. Auch die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds war auf 24 Monate verlängert worden und Arbeitgeber mussten die Sozialversicherungsbeiträge nicht weiter zahlen.

Die Gewerkschaften und Parteien wie die SPD setzen daher die Regierung unter Druck, die zeitweisen Erleichterungen erneut einzuführen. Das soll einen Stellenabbau verhindern. „Als reine Vorsichtsmaßnahme sollte die Bundesregierung jetzt die Regelungen für die Kurzarbeit ausdehnen“, sagt etwa Gustav Horn vom gewerkschaftsnahen Forschungsinstitut IMK. Die Regierung sträubt sich jedoch. Ende Oktober hatte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen eine Lockerung der Regeln zurückgewiesen, da es bislang recht wenige konjunkturell begründete Anträge auf Kurzarbeit gegeben habe.

„Viele Betriebe warten nur auf eine Lockerung der Regeln“
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13 Kommentare zu "Arbeitsmarkt: Die Rückkehr der Kurzarbeit"

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  • Genau richtig,
    ein bekannter deutscher Autozulieferer hatte auch im hiesigen Werk Kurzarbeit angemeldet, nach genau dem gleichen System.
    Leute wurden 1-2 Tage die Woche nach Hause geschickt und mussten dafür an den Tagen an denen Sie im Werk waren mehr Stückzahlen bringen. Teilweise wurden sogar Zusatzschichten gefahren, die natürlich aber nicht als solche auftauchten. Das ganze diente nur dem Abkassieren. Aufträge waren genug vorhanden.

  • Die Arbeitsagentur hat kein Geld mehr. Daher wird es die großzügige Regelung wie im Jahr 2009 nicht mehr geben. Das der Staat die Arbeitgeber nochmals bei den Sozialversicherungsbeiträgen unterstützt ist eher unwahrscheinlich. Wenn der Druck hoch genug ist wird wohl die Bezugsdauer angehoben. Mehr wird die Bundesregierung diesmal nicht machen können.

  • mimikri
    Politiker.DieGroessteGefahr
    Bürgerkrieg in Deutschland

    In der von 3. April 2008 zitierten CIA-Studie ...

    http://www.webdesign-luene.de/aktuelles/2009/11/29/burgerkrieg-in-deutschland/
    ++++++++++++++
    Leider ist das kein Schwachsinn, aber ich kann ihnen in ihren letzten 4 Zeilen RECHT geben!

    Dummheit, Ignoranz u. Naivität schützen niemanden vor der Wirklichkeit, sie holt jeden ein!

  • Verstehe ich nicht!
    Merkel sagte doch, wir Deutschen hätten die Krise gut überstanden!
    Stimmt dass etwa nicht, hat die Frau Bundeskanzlerin das deutsche Volk angelogen?
    Ist die (T)eurokrise wieder zurück?
    Braucht auch Frankreich bald einen (T)euro-Rettungsschirm?
    Was erzählz uns Frau Bundeskanzlerin dann?
    Alles wird gut?

  • Das große Sterben .. schluuuchz (Keine Bange, war nur eine Krokodilsträne): Financial Times Deutschland wird eingestellt. Und was ist mir zu Ohren gekommen, das Handelsblatt macht dieses Jahr 7 Millionen Euro Fiese? Kurzarbeit und Entlassung klopfen auch hier an die Tür. Und Hartz 4.

    Wer wettet dagegen, daß das Handelsblatt nicht nur die besten Tage hinter sich hat, sondern an diesem Platz in Kürze Luft zum Atmen sein wird? Massenentlassungen sind für den Spieler immer ein Grund zum Feiern.
    Und wer hat das Massensterben vor vielen Jahren angekündigt und immer wieder Sakz in die eitrige Wunde gestreut?

    Tut auf die Korken - und Sekt gesoffen! (da soll noch jemand behaupten, das Leben sei nicht schön)

  • @Politiker.DieGroessteGefahr

    So ein Schwachsinn!!!

    Eins ist gewiss, bevor in Deutschland ein Bürgerkrieg beginnt, werden die Politiker dafür sorgen, das dass Volk ruhig gestellt wird. Entweder mit Verseuchung des Trinkwassers mit irgendwelchen Drogen oder mit einem Virus, der dass Volk um die 1/2 dezimiert.

    Außerdem ist dass Volk schon so verblödet, wie damals als es an den Lippen eines Österreichischen Knasti hing, der dass ganze Land in die beinahe Zerstörung trieb.

    Die Menschen früher, waren auch nicht blöder als heute, Oder?

  • Bürgerkrieg in Deutschland

    In der von 3. April 2008 zitierten CIA-Studie ...

    http://www.webdesign-luene.de/aktuelles/2009/11/29/burgerkrieg-in-deutschland/

  • Klar dass viele große Unternehmer nur auf die Lockerung der Regelungen warten - dann können sie nämlich endlich wieder genauso den Fiskus bescheißen, wie 2008/2009. Damals ab es zahllose Firmen, die Kurzarbeit beantragt hatten, obwohl die Auftragsbücher zum Bersten voll waren und die Leute mit der Arbeit kaum nachkamen. Man verteilte einach die Arbeit auf weniger Schultern und schickte im Wechsel erst den einen und anschließend den anderen für ein- zwei Tage nach Hause.
    Und den "Lohn" für die übrigen zahlte.....genau! Der Staat, also Sie und ich mit Ihrem Steuergeld. Herrlich oder? Die Politik (naja was will man von schwarz-gelb auch anderes erwarten) sah übrigens...richtig! Keinen Handlungsbedarf! Deutschland - ein Schlaraffenland professionelle Betrüger

  • Tja, so ist das, wenn dieses Volk immer und immer wieder dieselbe Mafia wählt!
    CDU SPD GRÜNE FDP LINKE
    Seit Jahrzehnten muss dieses Volk leiden für die Probleme die diese Flaschen in der Politik fabrizieren!

    ++++++++++++++++++
    1/2 Bürgerkrieg in Deutschland
    29. November 2009 | Autor: Steve Witherspoon
    Der Bürgerkrieg in Deutschland kündigt sich an, wie die totale Finanz- und Warenwirtschaftskrise, doch keiner sieht die Bedrohung.
    In einer Studie der CIA heißt es, ” Deutschland werde spätestens im Jahre 2020 in einigen Städten und Stadtteilen nicht mehr regierbar sein. Massenarbeitslosigkeit, Werteverfall, Islamisierung, steigende Steuern und Abgaben, und die vielen anderen Probleme der Deutschen werden sich in einem Bürgerkrieg entladen. Linke gegen Rechte, Arme gegen Reiche, Ausländer gegen Inländer so wird der CIA-Chef Hayden von der Washington Post zitiert.

    Und schon jetzt kündigen sich die ersten Anzeichen für das kommende Szenario an. In einigen deutschen Stadtteilen werden Polizeieinsätze mit verstärkter Mannschaft gefahren. Berlin und Hamburg sind Hochburgen für brennende Autos. Nach Angaben der Berliner Polizei wurden seit Jahresbeginn 163 Autos bei Brandanschlägen zerstört oder beschädigt. Von der fortschreitenden Islamisierung ganz zu schweigen. (Gebetsräume in deutschen Schulen) Während die moslemische Bevölkerungsgruppe ständig wächst, gehen die Geburtenzahlen der alteingesessenen weiter zurück.
    ...

  • 2/2 Bürgerkrieg in Deutschland

    In der von 3. April 2008 zitierten CIA-Studie heißt es weiter: ” In Deutschland werde es im Ruhrgebiet, wie Dortmund und Duisburg, sowie Teile der Bundeshauptstadt Berlin, Rhein-Main-Gebiet, Teile Stuttgarts, Stadtteile von Ulm sowie Vororte Hamburgs zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen.”

    Zur gleichen Zeit werden aber auch für andere europäische Städte und Länder schwere Unruhen von der CIA vorhergesagt. Teile der Niederlande, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Italien werden zeitweise unregierbar sein.

    Hintergrung: Migrationsbewegungen und der mangelnde Integrationswille der Zuwanderer, die sich rechtsfreie ethnisch weitgehend homogene Räume erkämpfen.
    Anscheinend bereitet sich nun auch die Bundeswehr auf Einsätze in Deutschland vor. Das deutsche Verteidigungsministerium gründet flächendeckend “Landeskommandos” für “zivil-militärische Zusammenarbeit” Im bayerischen Ort Schwarzenbach am Wald wurden Kampfeinsätze im Innland erprobt. Im Schwerpunkt wurde der Umgang mit demonstrierenden Arbeitslosen und Militanten geübt. An der Übung, für was auch immer, waren Soldaten, und Reservisten des Landeskommandos Bayern sowie auch auch zivile Rettungs- und Sanitätsdienste beteiligt.
    Was kommt da auf uns zu? Bürgerkrieg in Deutschland?

    Abraham Lincoln: “Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.”

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