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Aufsichtsrats-Studie der DSW Piëch macht ein letztes Mal Kasse

Früher waren Aufsichtsratsmandate Freundschaftsdienste, heute sind es gut bezahlte Posten – aber auch Vollzeitjobs. Berufsaufseher wie Paul Achleitner kommen auf 80 Sitzungen. Aktionärsschützer warnen.
17.09.2015 - 13:16 Uhr
In seiner Zeit als Chef des Aufsichtsrats von Volkswagen verdiente Piëch (hier mit seiner Ehefrau Ursula) mehr als alle anderen Aufseher der Dax-Konzerne. Quelle: dpa
Ferdinand Piëch

In seiner Zeit als Chef des Aufsichtsrats von Volkswagen verdiente Piëch (hier mit seiner Ehefrau Ursula) mehr als alle anderen Aufseher der Dax-Konzerne.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Deutschlands Top-Aufsichtsräte haben im vergangenen Jahr ordentlich dazuverdient. Die Vergütung der Dax-30-Kontrolleure stieg nach Berechnungen der Aktionärsvereinigung DSW um 6,1 Prozent auf durchschnittlich 115.000 Euro. Die Vorsitzenden der Aufsichtsräte verdienten mit 365.000 Euro mehr als das Dreifache und legten mit 7,4 Prozent sogar noch deutlicher zu. Alle Dax-Konzerne zusammen genommen bezahlten ihren Kontrolleuren 85,7 Millionen Euro für ihren Überwachungsjob.

Spitzenreiter ist seit einigen Jahren Volkswagen, dessen inzwischen abgetretener Vorsitzende Ferdinand Piëch knapp 1,2 Millionen Euro kassierte. Piëch war damit der einzige Aufsichtsrat in Deutschland, der mehr als eine Million Euro bekam. Der Grund: Volkswagen ist ausgesprochen erfolgreich und fährt einen Rekordgewinn nach dem anderen ein. Der gesamte 20-köpfige Aufsichtsrat erhielt 12,2 Millionen Euro.

Die Kritik der Schutzgemeinschaft DSW richtet sich denn auch gegen den Vergütungsmodus bei VW. Die Bezahlung richtet sich nach der Höhe der Dividende. Das, sagt die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der DSW Jella Benner-Heinacher, sei „keine geeignete Kennziffer da der Aufsichtsrat selbst die Höhe der Dividende beschließt“.

Angesichts der seit Jahren steigenden Aufsichtsratsvergütungen hat sich die DSW in diesem Jahr auch erstmals den Arbeitsaufwand der Räte angesehen. Zumal die Deutsche Corporate Governance Kommission seit neuestem empfiehlt: „Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht“.

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    Wie viel Zeit ein Konzernkontrolleur wirklich in seine Mandate investiert, lässt sich nur abschätzen. Er sollte nicht nur bei den Sitzungen selbst anwesend sein, sondern er sollte sich auch vorbereiten. Ein Anhaltspunkt ist die Zahl der Sitzungen, an denen die Aufseher teilgenommen haben. Die meisten Unternehmen veröffentlichen das inzwischen mehr oder weniger detailliert. Paul Achleitner, Chefaufseher der Deutschen Bank, dürfte danach 2014 der meistbeschäftigte Kontrolleur gewesen sein. Angesichts der Krise, in der das Institut steckt, kein Wunder.

    Vorstände machen sich als Aufseher rar
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