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Automobilhersteller Renault-Chef Bolloré vor Ablösung: Autobauer entscheidet am Freitag

Der Renault-Verwaltungsrat berät am Freitag über die Führung des Konzerns. Spekulationen deuten auf eine Ablösung von Generaldirektor Thierry Bolloré hin.
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Der Manager war schon unter dem früheren Konzernchef Carlos Ghosn die Nummer Zwei bei dem Traditionshersteller. Quelle: AFP
Thierry Bolloré

Der Manager war schon unter dem früheren Konzernchef Carlos Ghosn die Nummer Zwei bei dem Traditionshersteller.

(Foto: AFP)

Paris Nach Gerüchten um das Renault-Management will der französische Autobauer an diesem Freitag überraschend über die Unternehmensführung befinden. Der Verwaltungsrat komme am Freitagmorgen zusammen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Danach werde es eine Mitteilung geben.

Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Renault-Präsident Jean-Dominique Senard dem Verwaltungsrat des Unternehmens die Ablösung von Generaldirektor Thierry Bolloré vorschlagen wolle. Das nächste Treffen des Top-Managements war eigentlich erst für den 18. Oktober geplant.

Der französische Staat hatte sich am Mittwoch demonstrativ hinter Senard gestellt. Es werde Senard vertraut, die richtigen Entscheidungen zur Führung des Konzerns zu treffen, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire nach Angaben seines Ministeriums in Luxemburg. Der Staat hat bei Renault eine wichtige Rolle, da er 15 Prozent der Anteile hält.

Der eher zurückhaltende Bolloré war die Nummer zwei hinter Ghosn, allerdings noch nicht einmal ein Jahr lang: Dann rückte er durch dessen Inhaftierung an die Spitze. Der französische Staat hatte schon lange darauf gedrängt, dass sich Ghosn einen Stellvertreter sucht.

Bolloré, der aus der Bretagne stammt, hatte 2012 als Produktionschef bei Renault begonnen und war im Vorstand zuständig für den Wettbewerb. Der ausgewiesene Asienkenner sollte die Beziehung zu Nissan glätten. Nissan übt allerdings seit einiger Zeit Druck auf Renault aus und fordert, Ghosns ehemalige Mitstreiter aus dem Konzern zu drängen.

Ghosn, der Architekt des Autobündnisses zwischen Renault und dem japanischen Hersteller Nissan, war Ende vergangenen Jahres wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Japan festgenommen worden. Er wurde seither mehrmals wegen weiterer angeblicher Vergehen angeklagt und kam dann auf Kaution aus der Untersuchungshaft.

Nach der Verhaftung war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Autobündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Senard, früherer Chef des Reifenherstellers Michelin, war bei Renault zur Hilfe gerufen worden, um das Unternehmen nach dem Rückzug von Ghosn zu führen.

Mehr: Nissan will sich mit einer neuen Führungsriege aus der Krise befreien. Nicht nur der künftige Konzernchef hat dabei einen bemerkenswerten Hintergrund.

  • ku
  • dpa
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