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Ben Bradlee Ehemaliger „Washington Post“-Chefredakteur gestorben

Während seiner Zeit als Chefredakteur erlebte die „Washington Post“ die größten Erfolge. Höhepunkt war die Aufdeckung des Watergate-Skandals. Am Dienstag ist Ben Bradlee im Alter von 93 Jahren gestorben.
22.10.2014 - 10:15 Uhr Kommentieren
Der ehemalige Chefredakteur der „Washington Post“ Ben Bradlee ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Quelle: ap

Der ehemalige Chefredakteur der „Washington Post“ Ben Bradlee ist im Alter von 93 Jahren gestorben.

(Foto: ap)

Washington Der frühere Chefredakteur der „Washington Post“, Benjamin C. Bradlee, ist nach Angaben der Zeitung tot. Er sei am Dienstag im Alter von 93 Jahren gestorben, schrieb das US-Blatt. Bradlee hatte die „Washington Post“ von 1965 an 26 Jahre lang geleitet. Zusammen mit seinen Reportern deckte er den Watergate-Skandal auf, in dessen Zuge der damalige US-Präsident Richard Nixon 1974 zurücktreten musste und viele seiner engsten Mitarbeiter zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Es war der einzige Rücktritt eines Präsidenten in der US-Geschichte.

Aufgedeckt hatten die Affäre die beiden jungen „Post“-Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward. Das Geflecht aus Verschwörung, Wahlkampfmanipulation sowie Amts- und Machtmissbrauch stürzte das Land in eine nachhaltige politische Vertrauenskrise. Der „Washington Post“ verschafften die Recherchen ein internationales Renomée, von dem sie bis heute zehrt. „Er schuf sie (die „Post“), so wie wir sie heute kennen“, sagte die damalige Verlegerin Katharine Graham 1994, drei Jahre nach Bradlees Ausscheiden.

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US-Präsident Barack Obama hatte Bradlee vor gut einem Jahr mit der Freiheitsmedaille ausgezeichnet, der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Bradlee habe die „Washington Post“ zu einer der besten Zeitungen der Welt entwickelt, sagte Obama damals. Am Dienstag würdigte der US-Präsident den verstorbenen Journalisten noch einmal als „wahren Zeitungsmann“. In einer Stellungnahme schrieb Obama: „Für Benjamin Bradlee war Journalismus mehr als ein Beruf, es war ein unerlässliches Allgemeingut für unsere Demokratie.“

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