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Bill Michael Nach Skandalen räumt der Chef von KPMG Großbritannien auf

Der Vorsitzende des Wirtschaftsprüfers KPMG in London schafft ein anrüchiges Privileg ab: Die Mitgliedschaft im edlen Klub „Number Twenty“.
06.01.2020 - 17:54 Uhr Kommentieren
Er muss den ramponierten Ruf des Unternehmens in London reparieren. Quelle: ddp/Picture Press/Camera Press/Tom Stockill
Bill Michael

Er muss den ramponierten Ruf des Unternehmens in London reparieren.

(Foto: ddp/Picture Press/Camera Press/Tom Stockill)

London Als Bill Michael 2017 den Posten als Vorsitzender der britischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG übernahm, war klar, dass das kein leichter Job werden würde. Aber Spekulationen, dass der gebürtige Australier deswegen seinen Posten schon vor Ablauf seiner ersten Amtszeit im Jahr 2021 aufgeben könnte, erteilt er eine Absage: „Ich mag diesen Job“, sagte der 51-Jährige in einem Interview mit der „Financial Times“ (FT). „Ich bin auf lange Sicht dabei.“

Er mache sich aber keine Illusionen, „dass es eine große Herausforderung ist, KPMG wieder in positives Terrain zu steuern“. Vor 150 Jahren wurde die Gesellschaft in Großbritannien gegründet – aber sie steht so stark in der Kritik wie nie zuvor: Nicht nur muss sich KPMG UK gegen den Vorwurf verteidigen, Unternehmen falsch eingeschätzt zu haben, vor allem, nachdem 2018 überraschend der britische Bau- und Dienstleistungsgigant Carillion pleitegegangen war. Auch gibt es immer wieder Berichte über Fehlverhalten hochrangiger Mitarbeiter.

Erste Veränderungen in der Firmenstruktur hat Michael letztes Jahr eingeführt, Ende des Monats geht er nun einen weiteren Schritt, um das Image von KPMG zu verbessern: Die Mitgliedschaft im firmeneigenen Klub „Number Twenty“ wird abgeschafft. Der Klub im edlen Stadtteil Mayfair war 2015 ins Leben gerufen worden, um „Kunden im Zentrum von London einen angenehmen Ort für Treffen mit KMPG zu ermöglichen“, wie ein Unternehmenssprecher erklärte.

Zu den Mitgliedern zählten nicht nur KPMG-Mitarbeiter im Partnerrang, sondern auch Klienten. Laut „FT“ soll in dem Stadthaus ausgiebig Alkohol konsumiert worden sein. Ende des Monats wird das Mitgliedsmodell aber eingestellt. Die Örtlichkeiten sollen jedoch weiter für Treffen und Events genutzt werden. Man wolle damit möglichen Vorwürfen eines Interessenkonflikts vorbeugen, erklärte ein Sprecher.

Mehr: PWC, EY, Deloitte und KPMG droht in Großbritannien die Aufspaltung

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