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Biz-Camp für Schüler Das Hobby als Geschäftsidee

Es ist ein Wettbewerb der Ideen: Beim Biz-Camp entwickeln Schüler Geschäftsmodelle und stellen sie einer Jury aus erfahrenen Wirtschaftsleuten vor. Auch wer nicht Unternehmer werden will, lernt etwas fürs Leben.
2 Kommentare
Daumen hoch: Die Teilnehmer des Biz-Camp haben unternehmerisches Denken bewiesen. Quelle: Xchanging

Daumen hoch: Die Teilnehmer des Biz-Camp haben unternehmerisches Denken bewiesen.

Frankfurt Deniz rutscht auf seinem Stuhl herum,  versucht noch einmal seine Präsentation durchzusprechen. „Oh Gott, ich bin so aufgeregt“, sagt er. In der Generalprobe habe er gestottert, erzählt er, weil ihm die Worte ausgegangen waren. Er sitzt hinter einem großen Computerbildschirm. Es sieht aus, als hätte er sich verschanzt, vor dem großen Auftritt.

Deniz Karadeniz ist einer von zwanzig Teilnehmern des Biz-Camps in Frankfurt. Wie seine Mitstreiter hat der 15-Jährige Hauptschüler in einer Woche gelernt, eine Geschäftsidee zu entwickeln und vorzustellen. Vor dem Präsentieren hat er aber Bammel. Sitzen doch in der Jury erfahrene Unternehmer und Geschäftsleute von der Deutschen Bank und Ernst & Young, außerdem ein US-Generalkonsul.

Was die Gründer von morgen für Ideen haben
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Vertrieb, Marketing, Finanzierung - wenn es darum geht, die eigene Idee zu verwirklichen, müssen Unternehmer Alleskönner sein. Beim Schülerfirmenprojekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln konnten Schüler das Unternehmer-Sein ausprobieren. Beim Bundeswettbewerb in Hamburg wurden die besten Ideen ausgezeichnet. Eine guter Einfall allein reichte aber nicht aus: Ein ausführlicher Geschäftsbericht und die Projektpräsentation stellten die Jungunternehmer zusätzlich auf die Probe.

(Foto: IW Köln)

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Die beste Idee hatten die Schüler des Gymnasiums Kirn in Rheinland-Pfalz. Ihre Firma "Lillepott" verkauft Geschenke mit Wachstumspotenzial.

(Foto: IW Köln)

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In den kleinen Blechdosen mit den Aufschriften "Merry Christmas", "Gute Besserung" oder "Hab dich lieb" schlummern Pflanzensamen, die mit Wasser und Licht rasch zu Glücksklee, Kamille oder Veilchen werden. 3,50 Euro kostet so ein "Lillepott". Der Name ist estnisch und bedeutet "Blumentopf". Beim internationalen Wettbewerb in Bukarest konnte sich die Schülerfirma allerdings nicht durchsetzen: Mit einer App für Gebärdensprache belegte das irische Schülerunternehmen "Sign4life" den ersten Platz.

(Foto: IW Köln)

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Ein informatives Hausaufgabenheft erfanden Ingolstädter Gymnasiasten. Im Schülerplaner "Heftling" sollen Jugendliche nicht nur ihre täglichen Aufgaben notieren, sondern auch erfahren, was Ingolstadt so los ist. Bars, Diskotheken, aber auch eine Karte der Innenstadt sind in dem Heft zu finden. Darüber hinaus gibt es 20 Gutscheine für örtliche Tanzschulen, Nachhilfe und Schreibwarenläden.

(Foto: IW Köln)

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"Carry the whole world" ist das Motto, das sich Schülerinnen eines Essener Mädchengymnasiums für ihre Geschäftsidee ausgedacht haben. Ihre Firma "Glo-Bag" stellt individuelle Handtaschen aus ausgedienten Landkarten her. Am Mädchengymnasium Borbeck-Essen ist Schülerunternehmertum Tradition. Seit 1999 beteiligen sich die Mädchen mit verschiedenen Projekten an dem Wettbewerb. Im vergangenen Jahr gab es den zweiten Platz.

(Foto: IW Köln)

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Mülltonnen müssen nicht immer öde sein, dachten sich Schüler des Landesgymnasiums für Hochbegabte im Schwäbischen Gmünd und kreierten prompt eine bunte Verkleidung für die Container. Statt grauer Tristesse leuchten auf den Tonnen nun Folien mit Herbstmotiven, Heckengrün oder einer U-Bahn-Karte. Die Folien sind UV-geschützt und sollen sechs Jahre halten. Für ihre Idee wurde die Schülerfirma "Trashtag" als innovativstes Jungunternehmen mit dem Nordmetall-Sonderpreis ausgezeichnet.

(Foto: IW Köln)

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Besonders geschickt im Verwalten der eigenen Geschäfte zeigte sich die Firma "Withers 68". Die Schüler des Leibniz-Gymnasiums in Rottweil in Baden-Württemberg legten den besten Geschäftsbericht vor. Die Schülerfirma verkauft T-Shirts mit Rottweil-Motiven und ist straff organisiert: Jeder der zwölf Jungunternehmer hat einen eigens ihm zugewiesenen Aufgabenbereich im Vorstand, Verwaltung, Marketing, Produktion und Finanzen des Unternehmens.

(Foto: IW Köln)

Die Xchanging Transaction Bank und das Network for Teaching Entrepreneurship (NFTE) haben zusammen mit der START-Stiftung und dem Frankfurter Union Club schon zum fünften Mal Schüler zum einwöchigen Business-Workshop in die deutsche Finanzmetropole eingeladen. In den Schulferien, wohlgemerkt.

„In der Schule wählen die Jugendlichen ihre Fächer ja nach persönlichen Interessen aus. Aber langfristig müssen sie auch lernen, mit diesen Interessen Geld zu verdienen“, sagt Andreas Povel, Geschäftsführer der Xchanging Bank. „Das wollen wir ihnen im Camp spielerisch beibringen.“

Wie das Hobby zur Geschäftsidee wird
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2 Kommentare zu "Biz-Camp für Schüler: Das Hobby als Geschäftsidee"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr geehrter Kritiker,

    ich bin das Mädchen mit dem "Weinversand" und empfinde Ihren Kommentar persönlich sehr kränkend. Bei uns Schülern geht es nicht um das Erlernen von "Geschäftsspinnerei" - Ziel des Camps ist es, sich selbst in Bezug auf wirtschaftliche Belange weiterzubilden.
    Zum Thema der Funktionäre hat jeder seine eigenen Ansichten.
    Und wer soll bei diesem Camp Ihrer Meinung nach zu Schaden gekommen sein, wenn Sie was von "auf Kosten anderer" schreiben? Ich finde es gut, dass in einer größeren Zeitung darüber berichtet wird, so fühlt man sich gewertschätzt und ist stolz auf das Geleistete. Die Art und Weise wie dieser Text verfasst wurde muss jedoch auch von mir kritisiert werden: Niemand hat sich vor der Präsentation „verschanzt“ und ich habe auch nicht vor in China zu promovieren.

    Freundlichst

    Lilli Förster

  • … In der Jury erfahrene Unternehmer und Geschäftsleute von der Deutschen Bank und Ernst & Young, außerdem ein US-Generalkonsul. Sie meinen wohl Funktionäre! Dieser Bericht beginnt schon mit Schwindel. Was soll da schon rauskommen: ein Weinversand! Da lernen Schüler Geschäftsspinnerei und Funktionäre spielen sich als tolle Kerle auf und das ganze wohl auch noch auf Kosten anderer. Oh heilige Einfalt, und das in einem angeblich seriösen Blatt.

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