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Björn Rosengren ABB holt Sandvik-Chef an die Konzernspitze

Björn Rosengren wird ab März 2020 neuer ABB-Chef. Der 60-jährige Schwede bekleidet derzeit noch den Chefposten beim Spezialmaschinen-Bauer Sandvik.
Update: 12.08.2019 - 10:05 Uhr Kommentieren
ABB holt Sandvik-Chef Björn Rosengren an die Konzernspitze Quelle: PR
Björn Rosengren

Der 60-jährige Schwede, der bislang den Chefposten beim Spezialmaschinen-Bauer Sandvik bekleidete, wechselt Anfang Februar 2020 zu den Schweizern.

(Foto: PR)

Zürich Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB bekommt im Frühjahr 2020 einen neuen Chef. Björn Rosengren folgt am 1. März Peter Voser an der Unternehmensspitze nach, teilte ABB in der Nacht auf Montag mit. Die ABB-Aktie notierte am Montagmorgen gut vier Prozent im Plus.

Der 60-jährige Schwede, der bislang den Chefposten beim Spezialmaschinenbauer Sandvik bekleidete, wechselt Anfang Februar zum Siemens-Rivalen und wird im März CEO. Präsident Voser hatte sich bei ABB nach dem überraschenden Rücktritt von Konzernchef Ulrich Spiesshofer übergangsweise auch um das Tagesgeschäft gekümmert.

Rosengren, der im Ruf steht, hart durchzugreifen, wenn Geschäfte nicht den Erwartungen entsprechen, kann auf die Unterstützung der Großaktionäre Investor und Cevian bauen. „Aus seinen früheren Führungspositionen in verschiedenen Unternehmen hat er eine nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Förderung einer dezentralen Kultur, der Leistungssteigerung und der Wertschöpfung vorzuweisen“, erklärte Investor-Chef Johan Forssell.

Die Beteiligungsgesellschaft der schwedischen Wallenberg-Familie ist mit 11,2 Prozent der größte ABB-Anteilseigner. Auch der aktivistische Aktionär Cevian, auf dessen Drängen ABB Ende 2018 seine Stromnetzsparte verkaufte, hält den Manager für den richtigen Mann an der Spitze: „Er verfügt über die richtige Erfahrung und den richtigen Führungsstil, um die Transformation und die Strategie von ABB erfolgreich voranzutreiben“, erklärte Cevian-Co-Gründer Lars Förberg.

ABB krankt seit Jahren an einem unbefriedigenden Umsatzwachstum, obwohl der Konzern Megatrends wie Automatisierung, erneuerbare Energien oder Elektromobilität bedient. Das schlug sich auch in einer unbefriedigenden Aktienkursentwicklung nieder und war einer der Gründe, wieso Spiesshofer den Rückhalt der Großanleger verloren hat und das Unternehmen Mitte April verließ.

Mitten im Konzernumbau begann auch das vermeintliche Zugpferd zu lahmen: In der Roboter-Sparte sackten die Aufträge wegen der mauen Autokonjunktur im zweiten Quartal ab und brachten das Order-Wachstum des ganzen Unternehmens praktisch zum Erliegen.

Bei den Analysten der Bank of America kam der neue ABB-Chef gut an. „Aus unserer Sicht sollte er, angesichts seines Erfolgs bei Sandvik bei der Umsetzung eines dezentralen Geschäftsmodells, gut zu ABB passen, wo nach dem Verkauf der Sparte Stromnetze ein grundlegender Wandel der Unternehmenskultur angestrebt wird“, erklärte Analyst Alexander Virgo.

Mehr: Jüngst hatte ABB den Verkauf seiner Solarwechselrichter-Sparte angekündigt. Jetzt erwägt der Konzern den Verkauf eines weiteren Geschäftsbereichs.

  • rtr
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