BlackRock-Chef Larry Fink Der Vier-Billionen-Dollar-Mann

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Für Carl Icahn ist BlackRock „sehr gefährlich“

Wenn also in Deutschland Autos vom Fließband rollen, amerikanische Forscher Medikamente entwickeln, Bergleute in Brasilien Erz abbauen oder Arbeiter in Malis Goldminen schuften, dann profitieren BlackRocks Fonds. Deren Kunden sind Pensionskassen, Stiftungen, Versicherungen und Staatsfonds, etwa die Pensionskasse der Londoner U-Bahn und Alaskas Ölfonds. Sie alle vertrauen BlackRock ihr Geld an, auf dass der Konzern es durch Anlagen in Wertpapieren, Immobilien, Fonds oder Farmland mehre.

Doch BlackRocks Einfluss geht über solche Beteiligungen hinaus: Fink und seine Leute beraten Finanzminister und Dutzende Notenbanken – darunter auch die Europäische Zentralbank. Kurz gesagt: Keine Regierung, keine Behörde hat einen so umfassenden und tiefen Einblick in die globale Finanz- und Firmenwelt wie BlackRock. Und diese Macht nennt der Starmanager Carl Icahn nun „sehr gefährlich“.

Icahn könnte recht behalten, vor allem, weil BlackRock für viel mehr steht als für den Aufstieg eines einzelnen Unternehmens. Es steht für die wachsende Macht der Schattenbanken, jener Finanzinstitute, die sich außerhalb der Bankenregeln bewegen. Dazu zählen auch Vermögensverwalter wie BlackRock.

Begonnen hat BlackRocks Aufstieg 1988 in einem Hinterzimmer. Das Unternehmen startete als Nebengeschäft von Blackstone, einer Private-Equity-Gesellschaft. Solche Gesellschaften beteiligen sich an Unternehmen, um die Anteile nach einigen Jahren mit großem Gewinn abzustoßen. Fink sollte für die Firmenjäger das Geschäft mit Anleihen und Rentenpapieren aufbauen. 1994 gründete er mit sieben Mitstreitern eine von vielen kleinen New Yorker Investmentfirmen. Nichts sprach dafür, dass aus BlackRock in nicht einmal drei Jahrzehnten der größte Vermögensverwalter der Welt werden würde, ein Riese, der selbst die heute 125 Jahre alte Allianz im Bereich Geldverwaltung längst auf Platz zwei verdrängt hat.

Zu verdanken hat BlackRock diese spektakuläre Entwicklung ausgerechnet den düsteren Tagen der Finanzkrise. Fink war einer der Pioniere, die in den achtziger Jahren jene Hypothekenpapiere ausheckten, deren massenhafte Implosion 2008 in einer großen Finanzkrise gipfelte. Ihre Kenntnis und Erfahrung machten Fink und sein Team zu begehrten Experten für Investoren und Banker, die mit den komplexen Finanzinstrumenten und deren Auswirkungen überfordert waren. Von einer Klitsche wurde die BlackRock-Truppe zur ersten Adresse der Branche.

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1 Kommentar zu "BlackRock-Chef Larry Fink: Der Vier-Billionen-Dollar-Mann"

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  • Wenn Herr Lerry Fink, Gründer von BlackRock, Autor und Erfinder der Subprime Kredite ist, so zeigt dies doch nur dass Selbiger von hoher krimineller Energie geleitet ist.
    Denn was waren denn die Subprime Kredite? Nichts anderes als die Bündelung völlig wertloser (und vom Ausfall bedrohter) Immobilienkredite mit ein paar weniger einschneidenden seriösen Kleinkrediten, mit der Absicht Selbige als hochverzinst, seriös und vor allem sicher zu verkaufen. Dies ist nichts anderes als Betrug! Und der Autor Selbiger nichts anders als ein Betrüger wohl wissend das dies einer Lüge entspricht! Vortäuschung falscher Tatsachen eben.
    Dieser Herr ist nun zum grössten Kapitalverwalter Weltweit aufgestiegen dem Selbst die grössten Pensionsfonds ihr Kapital anvertrauen?! Da fragt man sich wie sind die Kapitalverwalter der grossen Pensionsfonds zu ihrem Job gekommen, beweisen sie damit doch nur ihre Verlegenheit (oder vielleicht ebenfalls kriminelle Energie), Gier und völlige Unfähigkeit mit dem ihnen anvertrauten Geld Werte zu schaffen.
    Beim Betrachten all dieser Ereignisse wird einem klar dass da eine Zeitbombe am Ticken ist deren Explosion planetarische Ausmasse annehmen wird.

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