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Börsenbericht BaFin ermittelt gegen Gagfah-Chef Brennan

Die Börsenaufsicht BaFin ermittelt gegen den Geschäftsführer des größten deutschen börsennotierten Wohnungsunternehmens Gagfah. Verdacht: Der Chef des Konzerns, William Brennan, soll Insiderhandel betrieben haben.
22.03.2011 Update: 22.03.2011 - 21:56 Uhr Kommentieren
Wohnhaus der Gagfah in Dresden. Quelle: dapd

Wohnhaus der Gagfah in Dresden.

(Foto: dapd)

Dies bestätigte die BaFin dem Handelsblatt. Brennan hatte am 3. Februar Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft. Vier Wochen später wurde bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage gegen die Gagfah erwägt. Der Stadtrat will hierzu am Donnerstag eine Entscheidung treffen. Bei dem Streit geht es um mögliche Pflichtverletzungen aus dem Verkauf der Dresdener Wohnungsgesellschaft Woba.  

Brennan lässt die Vorwürfe bestreiten. Eine Gagfah-Sprecherin bestätigte dem Handelsblatt zwar, dass Brennan seit längerem von den Recherchen der Stadt Dresden zu diesem Thema weiß. Die Stadt habe jedoch nicht erkennen lassen, dass sie Forderungen in erheblicher Größenordnung geltend machen würde, sagte sie. Davon habe das Unternehmen erst kurz vor dem 4. März erfahren. 

Der Gagfah wurde in verschiedenen Medienberichten vorgeworfen, ihre mehr als 160.000 Wohnungen in ganz Deutschland verkommen zu lassen. Das Unternehmen, das 2004 vom US-Hedgefonds Fortress für 3,5 Milliarden Euro übernommen wurde, bestreitet die Vorwürfe.  

Brennan, der 2009 von Fortress zur Gagfah kam, verkaufte seine Aktien zum Kurs von 7,50 Euro, aktuell steht er bei 6,38 Euro. Eine Milliardenklage würde den Kurs extrem drücken.

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