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Brasilien Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Milliardär Batista

Der einst reichste Mann Brasiliens gerät immer mehr unter Druck. Die brasilianische Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Batista persönlich: Mit Tricks soll er den Aktienkurs seiner Firma in die Höhe getrieben haben.
14.09.2014 - 16:34 Uhr 1 Kommentar
Eike Batista: Vorwurf der manipulierten Börsenkurse. Quelle: dpa

Eike Batista: Vorwurf der manipulierten Börsenkurse.

(Foto: dpa)

Rio de Janeiro Die brasilianische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den deutschstämmigen Ex-Milliardär Eike Batista. Dem Chef der angeschlagenen Firmengruppe EBX werden Marktmanipulation und Insiderhandel vorgeworfen, wie brasilianische Medien am Samstag unter Berufung auf die Ermittler berichteten. So soll er den Börsenkurs seines Ölkonzerns OGX durch simulierte Aktienkäufe künstlich in die Höhe getrieben haben.

Die Staatsanwaltschaft beantragte die Sicherstellung von Vermögenswerten in Höhe von 1,5 Milliarden Reais (501 Millionen Euro). Im Falle einer Verurteilung drohen Batista bis zu 13 Jahre Haft. Der Unternehmer wies die Vorwürfe zurück. Die hoch verschuldete OGX befindet sich derzeit in einer sogenannten gerichtlichen Sanierung. Das Insolvenzverfahren gilt als eines der größten Lateinamerikas.

Batistas Mutter stammt aus Deutschland, er selbst studierte zeitweise in Aachen. Mit Goldminen im Amazonasgebiet legte der schillernde Unternehmer einst den Grundstein für sein Firmenimperium.

Zuletzt musste er allerdings eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen. OGX erwarb Förderrechte für mehrere Ölfelder vor der Küste Brasiliens und führte zahlreiche Probebohrungen durch. Die Erträge blieben weit hinter den Erwartungen zurück, wodurch der Konzern zunehmend unter Druck geriet.

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    Mit einem Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar (23,1 Milliarden Euro) galt Batista laut der Zeitschrift „Forbes“ 2011 als siebtreichster Mensch der Welt und der reichste Mann Brasiliens. Nur ein Jahr später war sein Vermögen nach Berechnungen des Nachrichtenportals G1 auf 73,7 Millionen Dollar zusammengeschmolzen.

    • dpa
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