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Brauner war Vertrauter von Ex-Konzernchef Sommer Maut-Debakel kostet Telekom-Vorstand Job

Telekom-Vorstandsmitglied Josef Brauner hat aus der Pannenserie bei der Lkw-Maut Konsequenzen gezogen: Zum 30. April werde der Chef der Festnetzsparte T-Com sein Amt niederlegen, teilte die Telekom am Donnerstag in Bonn mit. Da sein Name untrennbar mit dem Maut-Konsortium Toll Collect verbunden sei, habe sich Brauner zu diesem Schritt entschlossen. Damit ist auch sein Rückzug aus dem Konzernvorstand des größten europäischen Telekommunikationsunternehmens verbunden.
Telkom-Vorstand Josef Brauner. Foto: dpa

Telkom-Vorstand Josef Brauner. Foto: dpa

HB BONN. Der als Vertrauter des früheren Konzernchefs Ron Sommer geltende Brauner hatte in den vergangenen Monaten für die Telekom die Verhandlungen über die Lkw-Maut mit der Bundesregierung geführt.

Kommissarischer Nachfolger für das Deutschland-Geschäft der Festnetz-Sparte werde Vorstandschef Kai-Uwe Ricke, das Auslandsgeschäft werde vorübergehend Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick übernehmen. Das Lkw-Maut-Projekt werde künftig vom Chef der Telekom-Systemhaus-Tochter T-Sytems, Konrad Reiss, geleitet. T-Com liefert mit zahlreichen Beteiligungen in Osteuropa den Großteil des Gewinns und des Umsatzes des größten europäischen Telekom-Unternehmens. Künftig wolle Brauner der Telekom als Berater insbesondere für das Auslandsgeschäft der Festnetztochter zur Verfügung stehen.

Nach Angaben aus Unternehmenskreisen fiel Brauners Entscheidung aus eigenem Antrieb, er wurde nicht dazu gedrängt. Es sei weder von Vorstand und Aufsichtsrat noch vom Großaktionär Bund Druck auf Brauner ausgeübt worden,hieß es. Vielmehr sei Brauner selbst zu der Überzeugung gelangt, dass er sein Amt nicht mehr angemessen ausüben könne, da er extern ständig in Zusammenhang mit der Entwicklung bei Toll Collect gebracht werde. Die Entscheidung zum Rücktritt sei spontan gefallen.

Der 54-jährige Brauner steht seit Mitte 1997 auf der Gehaltsliste der Telekom. Ex-Konzernchef Ron Sommer hatte ihn von Sony Europe, wo dieser früher selbst beschäftigt gewesen war, zur Telekom geholt. Dort war Brauner zunächst für das Ressort Vertrieb zuständig, später für die Tochtergesellschaften T-Systems und T-Com. Brauner habe entscheidend zu der Entwicklung der T-Com beigetragen, erklärte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke.

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