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Bundesverfassungsgericht Schwerstkranke haben Anspruch auf neue Therapien

Lebensbedrohlich erkrankte Menschen mit gesetzlicher Krankenversicherung haben einen Anspruch auf neue, erfolgsversprechende Behandlungsmethoden.

HB KARLSRUHE. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen solche Leistungen ihren Mitgliedern nicht vorenthalten, hieß es in einem Freitag veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.Bei schwersten Erkrankungen, gegen die es keine schulmedizinische Behandlungsmethode gebe, müssten alternative Methoden bezahlt werden. Diese alternativen Methoden müssten den Kranken allerdings helfen.

Das Gericht gab damit einem 18-Jährigen recht, der an einer seltenen und lebensbedrohlichen Krankheit leidet, der Duchenneschen Muskeldystrophie. Für diese Krankheit gibt es keine anerkannte schulmedizinische Behandlung. Dennoch wollte seine Kasse eine erfolgversprechende immunbiologische Therapie seines Hausarztes nicht übernehmen. Sie sei im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht aufgelistet, hieß es. (Az.: 1 BvR 347/98)

Ein Sprecher des Bundesverbandes der Allgemeinen Ortskrankenkassen sagte, um Scharlatanerie nicht Tür und Tor zu öffnen, müssten Regelungen dafür gefunden werden, wie künftig in diesen schwierigen Fällen zu verfahren sei.

Normalerweise müssen die Kassen nur die ärztlichen Behandlungen übernehmen, die in einem Leistungskatalog aufgelistet sind. Welche das sind, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss, ein aus Krankenkassen und Ärzten zusammengesetztes Gremium. Neue Behandlungen werden nur dann anerkannt, wenn ihr therapeutischer Nutzen wissenschaftlich belegt ist.

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