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CFO Kongress Finanzvorstände setzen auf Strategien für mehr Agilität

Schnelligkeit und Agilität wird für die Finanzvorstände zunehmend zum kritischen Faktor. Dabei spielen Daten eine wesentliche Rolle.
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vl.n.r. Dr. Marcus Kuhnert, CFO, Merck KGaA, Hans Jürgen Jakobs, Senior Editor, Handelsblatt, Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik, DB AG Geschwindigkeit war das große Thema auf dem Kongress der Finanzvorstände.
Dr. Marcus Kuhnert, Hans Jürgen Jakobs, Senior Editor, und Alexander Doll (von links nach rechts)

vl.n.r. Dr. Marcus Kuhnert, CFO, Merck KGaA, Hans Jürgen Jakobs, Senior Editor, Handelsblatt, Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik, DB AG

Geschwindigkeit war das große Thema auf dem Kongress der Finanzvorstände.

Düsseldorf Immer wieder taucht dieses Wort auf: Schnelligkeit. Tags zuvor hatte PwC-Geschäftsführer Peter Bartels bereits darauf verwiesen, dass deutsche Unternehmen zwar schneller in ihren Prozessen würden – andere aber noch schneller seien.

Und auch am zweiten Tag des diesjährigen CFO-Kongress des Handelsblatts war Geschwindigkeit ein großes Thema. Christina Johansson, Finanzvorständin beim Industriedienstleister Bilfinger, erklärte, ohne hohe Agilität sei ein gestern noch erfolgreiches Unternehmen schnell auf dem Abstellgleis. Heute sei das Geschäftsumfeld bereits volatil, von häufigeren Krisen geprägt, und es verändere sich kontinuierlich. In Zukunft kämen dazu auch noch andere Herausforderungen wie die Knappheit kritischer Ressourcen.

Vor rund vier Jahren hatte Bilfinger an der eigenen Bilanz sehen können, wie schnell Veränderungen im Markt das Ergebnis drücken können. Über mehrere Jahre musste der Konzern Gewinnwarnungen aussprechen. Heute sieht Johansson das Unternehmen besser aufgestellt, um auf zunehmende Dynamik reagieren zu können.

Unter anderem wurde die Struktur gestrafft, stärker digitalisiert und an der Unternehmenskultur gearbeitet. Die Rolle des CFO sieht sie als „Strategie-Rahmengeber und -Umsetzer“, der konstant nach vorn denkt und ein gutes, verlässliches Team braucht, das unterschiedliche Expertise mitbringt – besonders im Bereich Daten.

Birgit Conix ist Finanzchefin der Tui-Gruppe und bestätigte die Einschätzung ihrer Vorrednerin. „Es geht nicht nur darum, sich Strategien zu überlegen, sie müssen auch mit Fakten und Daten untermauert werden“, sagte sie. So könne man dann auch sehen, ob die Strategie wirkt oder ob sie angepasst werden muss.

Auch Merck-CFO Marcus Kuhnert betonte, Daten besser zu vernetzen sei wesentlicher Teil der „Strategie 2022“ im Finanzbereich des Wissenschafts- und Technologiekonzerns. Dabei würden sie aber bewusst einen anderen Weg wählen als andere Unternehmen – sie würden nicht alles ausprobieren, was an Technologien auf den Markt kommt: „Die leitende Frage ist: Was sind heute noch unbeantwortete Fragen unseres Geschäfts, die wichtig sind, um die Entscheidungsfindung zu verbessern, und wie können wir digitale Technologien ganz gezielt einsetzen, um diese Fragen beantworten zu können?“ Ein Joint Venture mit dem US-Unternehmen Palantir zielt darauf ab, vorhandene biomedizinische Daten im Kampf gegen Krebs besser nutzbar zu machen.

Alexander Doll ist nicht nur für die Finanzen der Deutschen Bahn, sondern auch für den Güterverkehr und die Logistik zuständig. „Das System, das wir betreiben, ist vom Grundsatz über 100 Jahre alt“, erklärt der Ex-Banker. „Das heißt, um die Kapazität in einem begrenzten System erweitern zu können, brauchen wir Digitalisierung.“

Dadurch ließen sich etwa die Abstände zwischen den Zügen verkürzen – nur so und durch weitere zukunftsgerichtete Investitionen könnten die Wachstumsziele, eine Verdoppelung der Personenzahl und starkes Wachstum im Schienengüterverkehr, erreicht werden. Er kündigte an, neben einem Verkauf auch ‧einen Börsengang der britischen Bahn- und Bustochter Arriva zu prüfen.

Mehr: In Zeiten von Protektionismus und Konjunkturschwäche wird die Auslandsstärke deutscher Firmen zum Malus. Sie müssen ihr Finanzmanagement flexibel aufstellen.

  • ika
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