Christoph Schmallenbach Aachen-Münchener bekommt neuen Chef

Christoph Schmallenbach folgt Michael Westkamp als Chef des Versicherers Aachen-Münchener nach. Der 52-jährige saß bereits einmal im Aachener-Münchener Vorstand und kommt vom Mutterkonzern Generali.
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Die Aachener-Münchener hat einen Nachfolger für Michael Westkamp (Foto) als Vorstandschef gefunden. Christoph Schmallenbach ersetzt den 65-Jährigen der sich in den Ruhestand verabschiedet ab 1.Mai.
Nachfolge geklärt

Die Aachener-Münchener hat einen Nachfolger für Michael Westkamp (Foto) als Vorstandschef gefunden. Christoph Schmallenbach ersetzt den 65-Jährigen der sich in den Ruhestand verabschiedet ab 1.Mai.

FrankfurtDer neue Vorstandschef der Aachen-Münchener kommt von der Muttergesellschaft Generali Deutschland. Christoph Schmallenbach werde zum 1. Mai Nachfolger von Michael Westkamp, der 37 Jahre lang für die Aachen-Münchener gearbeitet hatte, wie die Tochter des italienischen Versicherungskonzerns Generali am Freitag mitteilte.

Westkamp, seit 2003 Vorstandschef, geht nun mit 65 Jahren in den Ruhestand. Er hatte 2008 das Vertriebsnetz der Aachen-Münchener gekappt. Seither werden die Policen nur noch über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) verkauft, die mit 40 Prozent an der Aachen-Münchener beteiligt ist.

Der 52-jährige Schmallenbach saß schon von 2004 bis 2007 im Vorstand der Aachen-Münchener. Seither ist er Vorstandsmitglied von Generali Deutschland und als Chief Operating Officer (COO) für das operative Geschäft und die IT zuständig. Sein Nachfolger in Köln wird der 43 Jahre alte Rainer Sommer.

Welche Versicherer ihre Milliarden verstecken sollen
Lebensversicherungen
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Das Niedrigzinsumfeld macht Lebensversichern das Leben schwer – so die gängige Meinung. Viele Versicherungsunternehmen beklagen leere Kassen und lassen deswegen viele Versicherte bei den Überschussbeteiligung leer ausgehen. Laut Magazinberichten sollen den Lebensversicherern rund 15 Milliarden Euro fehlen. Die Deutsche Bundesbank empfiehlt den Unternehmen daher die Überschussbeteiligungen der Kunden komplett zu streichen. Die Lage scheint alarmierend. Doch stimmt das wirklich? „Öko-Test“ hat 67 Anbieter von Lebensversicherungen unter die Lupe genommen und festgestellt, dass nur die Wenigsten mit Finanzierungsengpässen zu kämpfen haben.

Lebensversicherungen
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Das Gegenteil ist nach dem Bericht in „Ökotest“ der Fall. Viele Versicherungen erwirtschaften auch in Zeiten niedriger Zinsen hohe Renditen und schwimmen geradezu in Geld. Die Beitragseinnahmen steigen stärker als im Vorjahr und die Kapitalanlagen werfen mehr Profite ab, als von den Versicherern nach außen kommuniziert wird. Im Schnitt liegt die Nettoverzinsung aus Kapitalanlagen bei 4,5 Prozent – und die Verzinsungen sind seit Jahren stabil. Auf Drei-Jahres-Sicht liegt die Verzinsung aller Versicherten bei durchschnittlich 4,4 Prozent. Der Rohüberschuss der geprüften Versicherer sind im Schnitt um 20 Prozent gestiegen. Allerdings bekommen die Versicherungskunden davon nur sehr wenig mit. Denn standen ihnen früher im Schnitt 90 Prozent des Rohgewinns zu, liegt die Beteiligungsquote derzeit nur noch bei durchschnittlich 63,5 Prozent.

Vergleich
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„Öko-Test“ hat in ihrer Februar-Ausgabe mehrere Kennzahlen der Versicherungen genauer durchleuchtet. Unter anderem betrachteten sie die Nettoverzinsung aus Kapitalanlagen, die laufende Durchschnittsverzinsung und die Bewertungsreservequote. Letztere gibt die Differenz zwischen Buchwert und dem tatsächlichen Marktwert einer Kapitalanlage an. Wenn diese Differenz positiv ist, spricht man von einer stillen Reserve. Zu den weiteren Kennzahlen zählt die Ausschüttungsreservequote. Sie gibt an wie viel Gewinn im Verhältnis zur aktuellen Jahresausschüttung an die Kunden die Versicherungen noch zur Verfügung haben. Hier liegt der Schnitt bei 269 Prozent, was so viel bedeutet, dass die Versicherungen das 2,7-fache der für 2014 ausgewiesenen Überschüsse noch zusätzlich in ihren Büchern haben und folglich mehr als zweieinhalb Jahre die gleichen Überschüsse auszahlen können wie 2014, ohne weitere Gewinne erwirtschaftet zu haben.

Lebensversicherungsantrag
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Die Beteiligung der Kunden am Gesamtrohgewinn gibt an, wie viel den Kunden vom Gesamtrohgewinn gutgeschrieben wird. Diese Beteiligungsquote liegt wie beschrieben derzeit bei durchschnittlich nur noch 63,5 Prozent. „Öko-Test“ hat außerdem geprüft, welcher Anteil des Rohgewinns zur Reserveverstärkung zurückgelegt wird beziehungsweise den Kunden vorenthalten wird. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Risikotragfähigkeitsquote. Sie gibt an, wie groß der „Risikopuffer“ der Versicherungen ist. Dabei gilt: Je größer dieser Puffer ist, desto mehr können die Versicherungen in profitablere – aber auch riskantere – Anlagen, wie zum Beispiel Immobilien oder Aktien, investieren. Im Schnitt liegt die Risikotragfähigkeitsquote bei 15,2 Prozent. Auf den folgenden Seiten finden Sie Lebensversicherer mit den schlechtesten Kundenbeteiligungen.

IDEAL Versicherung
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Kunden von Lebensversicherungen der IDEAL Versicherung werden zwar mit 67,85 Prozent überdurchschnittlich am Gesamtrohgewinn beteiligt, allerdings verwendet das Unternehmen satte 52,78 Prozent des Gesamtrohüberschusses zur Verstärkung ihrer Reserven.

Laufende Durchschnittsverzinsung*(Durchschnitt/IDEAL Versicherung): 3,90/4,54 Prozent; Nettoverzinsung, drei Jahre (Durchschnitt/IDEAL Versicherung): 4,39/4,91 Prozent; Bewertungsquote (Durchschnitt/IDEAL Versicherung): 7,37/8,49 Prozent; Ausschüttungsreserven (Durchschnitt/IDEAL Versicherung): 269/318,91 Prozent; Kundebeteiligung am Gesamtrohgewinn (Durchschnitt/IDEAL Versicherung): 63,47/67,85 Prozent; Anteil des Rohgewinns zur Reserveverstärkung (Durchschnitt/IDEAL Versicherung): 34,40/54,60 Prozent; Bewertung der Kundenbeteiligung: sehr stark unterdurchschnittlich; Gesamtbewertung der Finanzstärke: durchschnittlich

*Werte für 2013

Neue Leben
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Die Neue Leben bietet zwar überdurchschnittliche Zinsen, allerdings enthält sie einen immensen Teil ihrer Gewinne den Kunden vor. Die Ausschüttungsreservequote liegt bei kapitalen 604,20 Prozent. Das bedeutet, dass die Neue Leben das sechsfache der für 2014 angegebenen Überschüsse noch zusätzlich in ihren Büchern haben. Übersetzt heißt das: Die Neue Leben könnte satte sechs Jahre lang ihren Kunden die gleiche Überschussbeteiligung gewährleisten, ohne etwas in diesem Zeitraum verdienen zu müssen.

Laufende Durchschnittsverzinsung (Durchschnitt/Neue Leben): 3,90/3,80 Prozent; Nettoverzinsung, drei Jahre (Durchschnitt/Neue Leben): 4,39/4,57 Prozent; Bewertungsreservequote (Durchschnitt/Neue Leben): 7,37/7,40 Prozent; Ausschüttungsreserven (Durchschnitt/Neue Leben): 269/604,20 Prozent; Kundenbeteiligung am Gesamtrohgewinn (Durchschnitt/Neue Leben): 63,47/66,84 Prozent; Anteil des Rohgewinns zur Reserveverstärkung (Durchschnitt/Neue Leben): 34,40/52,78 Prozent; Bewertung der Kundenbeteiligung: sehr stark unterdurchschnittlich; Gesamtbewertung der Finanzstärke: ohne Bewertung

Bayern Versicherung
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Die Bayern Versicherung verwendet über die Hälfte ihre Gewinns zur Stärkung der Reserven. Dabei hätte das Unternehmen das gar nicht nötig. Denn die Bayern Versicherung hat durchaus große Reservepotenziale. Mit einer überdurchschnittlichen Bewertungsreservequote von knapp 9,7 Prozent könnten mit dem Verkauf der eignen Kapitalanlagen nennenswerte Profite erzielt werden.

Laufende Durchschnittsverzinsung (Durchschnitt/Bayern Versicherung): 3,90/4,07 Prozent; Nettoverzinsung, drei Jahre (Durchschnitt/Bayern Versicherung): 4,39/4,40 Prozent; Bewertungsreservequote (Durchschnitt/Bayern Versicherung): 7,37/9,67 Prozent; Ausschüttungsreserven (Durchschnitt/Bayern Versicherung): 269/344,73 Prozent; Kundenbeteiligung am Gesamtrohgewinn (Durchschnitt/Bayern Versicherung): 63,47/61,82 Prozent; Anteil des Rohgewinns zur Reserveverstärkung (Durchschnitt/Bayern Versicherung): 34,40/51,97 Prozent; Bewertung der Kundenbeteiligung: sehr stark unterdurchschnittlich; Gesamtbewertung der Finanzstärke: durchschnittlich

Er war Anfang des Jahres vom Rivalen Zurich zu Generali gekommen und als COO für zwölf Länder in Europa zuständig. Sommer werde eine Schlüsselrolle bei dem Bestreben spielen, Generali „einfacher, smarter und moderner“ zu machen, erklärte der neue Generali-Deutschland-Chefs Giovanni Liverani, der am 1. April sein Amt angetreten hatte.

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