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Compliance Vorbeugen, aufdecken, reagieren

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Handelsblatt: Fast jedes zweite deutsche Unternehmen hat mittlerweile ein perfektes Regelwerk gegen Korruption, warum stört Sie das?

Von Hauenschild: Diese Regeln bestehen leider nur auf dem Papier, siehe Siemens. Immer noch gilt verbreitet: gelesen, gelacht, gelocht. Das ist ein klarer Mangel in der Führungskultur. Korruptionsbekämpfung muss Chefsache sein.

Wie soll das aussehen?

Die letzte Frage jeder Sitzung des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates muss lauten: Liebe Vorstände, gibt es etwas, dass Sie uns berichten sollten, aber noch nicht berichtet haben? Aufsichtsräte müssen dem Vorstand klarmachen, dass er laut Aktiengesetz verpflichtet ist, Verdachtsfälle von Korruption, Betrug oder Insiderhandel zu melden. Versäumt er dies, muss er unter Umständen persönlich haften.

Aber verantwortlich ist doch der Compliance-Chef und nicht der Vorstand?

Falsch, der Compliance-Chef muss nur dafür sorgen, dass die Regeln des Code of Conduct bekannt sind, trainiert und eingehalten werden. Aber die Verantwortung für das Einhalten hat immer noch der Vorstand.

Aber die Realität sieht anders aus …

Leider. Denn wenn ein Fall hochpoppt, steht der Compliance-Chef meist allein im Regen, und der Vorstand glaubt, dass es reicht, Codes of Conduct zu verschicken.

Die Fragen stellte Sonia Shinde.

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