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Coworking Ein Kibbuz als Büro

In Israel boomen Coworking-Räume. Viele Anbieter wagen jetzt den Schritt nach Deutschland. Was die modernen Arbeitsplätze gerade Start-ups zu bieten haben und warum auch große Unternehmen das Konzept bereits nutzen.
Coworking-Büros werden unter Start-Ups immer beliebter, nach Tel Aviv hat das Unternehmen Mindspace nun auch in Berlin und Hamburg Bürogemeinschaften eröffnet. Quelle: dpa
Mindspace in Berlin

Coworking-Büros werden unter Start-Ups immer beliebter, nach Tel Aviv hat das Unternehmen Mindspace nun auch in Berlin und Hamburg Bürogemeinschaften eröffnet.

(Foto: dpa)

Tel AvivGanz vertieft in ihre Arbeit sitzt eine junge Frau mit Kopfhörern vor ihrem Laptop an einem langen Holztisch. Sie hat einen einzelnen Arbeitsplatz in dem schicken Coworking-Büro Mindspace im Zentrum von Tel Aviv gemietet. Das israelische Unternehmen hat mit seinem Konzept sichtbar Erfolg – insgesamt drei Stockwerke in zwei Gebäuden am zentralen Rothschild-Boulevard sind voll ausgebucht, und die Warteliste ist lang. Jetzt hat Mindspace auch den Schritt nach Deutschland gewagt – und bietet nun jeweils mehrere tausend Quadratmeter an Büroräumen in Berlin und Hamburg an.

Mindspace-Mitbegründer Yotam Alroy erkennt eine steigende Nachfrage. Quelle: dpa
Yotam Alroy

Mindspace-Mitbegründer Yotam Alroy erkennt eine steigende Nachfrage.

(Foto: dpa)

„Deutschland ist für uns die Eintrittspforte nach Europa“, sagt Mitbegründer Yotam Alroy selbstbewusst. Mindspace hat hierzulande bislang rund 20 Mitarbeiter. „Wir haben in Berlin angefangen, weil es wegen der vielen Start-ups ein ideales Umfeld für uns ist“, sagt Alroy, der Mindspace gemeinsam mit Dan Zakai gegründet hat. „Es gibt viel Nachfrage nach offenen Räumen.“

In der „Start-up-Nation“ Israel werden derzeit zahlreiche Coworking-Büros gegründet. Viele davon wirken wie eine Mischung aus Café, Bücherei und modernem Büro. Mindspace strahlt mit seinem verspielten Design gleichzeitig Eleganz und Gemütlichkeit aus.

Die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 10: Dropbox
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Der in San Francisco ansässige Anbieter von Web-Speicher zählt bereits mehr als 400 Millionen private Nutzer und wird zurzeit von 500 Unternehmen verwendet. Nach eigenen Angaben des Cloud-Unternehmens werden alle 24 Stunden 1,2 Milliarden Dateien in der Dropbox gespeichert. Seit der Gründung 2007 hat das Startup 0,6 Milliarden Dollar von Investoren wie Black Rock oder Goldman Sachs erhalten. Heute ist ihr Investment geschätzte zehn Milliarden Dollar wert. Damit liegt Dropbox auf Platz zehn im aktuellen Ranking des Wall Street Journal.

(Foto: PR)
Platz 9: Pinterest
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Das soziale Bildernetzwerk bietet Nutzern die Möglichkeit, Fotos auf virtuellen Pinnwänden zu teilen, liken oder kommentieren. Das 2010 in San Francisco gegründete Startup verfügt heute über weitere Unternehmenssitze in New York, Chicago, Los Angeles, Atlanta, London, Paris, Berlin, Tokyo und Sao Paulo mit insgesamt über 500 Mitarbeitern. Der Unternehmenswert beläuft sich auf satte elf Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden haben fremde Kapitalgeber bis heute in das Netzwerk investiert. Platz neun für das von drei Studenten gegründete Start-up.

(Foto: dpa)
Platz 8: SpaceX
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Das Raumfahrt-Startup von Tesla-Gründer Elon Musk hat bereits fünf Trägerraketen ins All befördert. Gegründet wurde Space Exploration Technologies, wie das Unternehmen vollständig heißt, bereits 2002, und hat sich seitdem mehrfach Geld bei Investoren geholt, insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Die Bewertung ist mit 12 Milliarden Dollar üppig.

(Foto: ap)
Platz 7: Didi Kuaidi
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Auch die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi ist für Kapitalgeber interessant: so flossen bereits 3 Milliarden Dollar in das Startup von Cheng Wei. Fahrdienstanbieter wie Uber oder Didi Kuaidi erfreuen sich in China immer größerer Beliebtheit. Davon profitiert der nun 15 Milliarden Euro schwere Dienstleister und landet auf Platz sieben im Ranking der Venture-Kapital-Firmen.

(Foto: ap)
Platz 6: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz flipkart wurde 2007 von den Absolventen des Indian Institute of Technology Delhi, Sachin und Binny Bansal, gegründet. Seitdem haben verschiedene indische Investoren 3 Milliarden Dollar in das E-Commerce-Startup investiert, das mittlerweile fünf Mal so viel wert ist (15 Milliarden Dollar).

(Foto: Reuters)
Platz 5: Snapchat
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Das erst 2011 in Los Angeles gegründete Startup Snapchat mit einem Wert von 16 Milliarden Dollar zählt heute zu den wertvollsten, nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar haben US-amerikanische Kapitalgeber bereits in den Instant-Messaging-Dienst investiert. Die App, die sowohl für Smartphones als auch Tablets verfügbar ist, macht den Versand von Fotos an Freunde möglich. Das Revolutionäre: die Dateien sind nur wenige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. Die Wiederherstellung ist allerdings innerhalb der Ordnerstruktur des eigenen Geräts möglich. Dieser kleine Umweg scheint den besonderen Reiz für Nutzer auszumachen.

(Foto: dpa)
Platz 4: Palantir
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Auch das vor einigen Jahren noch wenig bekannte Startup-Unternehmen Palantir Technologies aus Palo Alto im Silicon Valley schafft es in die Top Fünf des Rankings. 1,5 Milliarden Dollar investierten Kapitalgeber in den 20 Milliarden schweren Entwickler von Software, der in der Lage ist, Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Das weiß man nicht nur bei Hedgefonds gewinnbringend zu nutzen, um Markttrends herauszufiltern. Auch die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems zum Jagen nach Terroristen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden.

(Foto: Screenshot)

Vor allem in der Küstenmetropole Tel Aviv hat das Unternehmen wie auch eine große Zahl der Konkurrenten seinen Sitz. Der Größte darunter: WeWork. Es ist ein internationales Unternehmen, einer der Mitbegründer ist der Israeli Adam Neumann. Er hat sich von der Idee der israelischen Gemeinschaftskommune Kibbuz inspirieren lassen – immerhin ist er selbst in einem aufgewachsen. Das Konzept stammt zwar ursprünglich aus dem Sozialismus, erweist sich aber in der modernen Arbeitswelt als durchaus lukrativ – nach Schätzungen des Magazins „Forbes“ ist Neumann umgerechnet 1,3 Milliarden Euro schwer. Weltweit hat WeWork bereits mehr als 50.000 Mitglieder an mehr als 90 Orten in rund 30 Städten in 12 Ländern.

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