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Daimler-Chefaufseher Bischoff Mehr Arbeitspferd als Zirkuspferd

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„Menschlich anständig auch in Konfliktsituationen.“

Selbst aus dem Arbeitnehmerlager schlägt Bischoff Wohlwollen entgegen. Als streng und väterlich wird er beschrieben, gleichzeitlich menschlich und freundlich. Er führe das Gremium mit viel Gelassenheit. Sein früherer Stellvertreter Erich Klemm nennt ihn „menschlich anständig auch in Konfliktsituationen. Wir hatten ein ungekünsteltes Verhältnis miteinander.“

2013 sperrten sich die Betriebsräte im Aufsichtsrat gegen eine Vertragsverlängerung von Dieter Zetsche. Manfred Bischoff erinnert sich an eine vertrackte Situation. „Meine Verantwortung ist der Schutz des Unternehmens“, sagt er. „Aus diesem Grund wollte ich meine Doppelstimme nicht sofort einsetzen, denn dies bedingt einen mehrwöchigen Prozess, bei dem beide Seiten einzelne Personen in der Öffentlichkeit schlecht gemacht hätten und das Unternehmen Schaden genommen hätte.“ Die von ihm vorgeschlagene Lösung habe ausgereicht, sich durchzusetzen. Zetsches Vertrag wurde um drei statt der üblichen fünf Jahre verlängert - inzwischen bleibt er mindestens bis 2019.

Das sind die Bestseller von Daimler
Starke Absatzzahlen
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Beim Stuttgarter Autobauer läuft es rund: Dank neuen Bestwerten beim Absatz hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich zugelegt. 2017 verbuchte Daimler einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Lagen die Stuttgarter 2012 noch hinter den Rivalen aus München und Ingolstadt, so ist die Marke Mercedes jetzt mit 2,2 Millionen verkauften Autos 200.000 Einheiten vor BMW und 400.000 Stück vor Audi. Die Bestseller im Überblick.

(Foto: Reuters)
Kompaktklasse
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2017 war mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen – insgesamt 620.000 Mal wurde ein Wagen aus dieser Kategorie verkauft. Dazu gehören beispielsweise die A-Klasse (im Bild) und die B-Klasse.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Kompaktklasse
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Wachsen konnte Mercedes Benz im Kompakt-Segment auch, weil die Marke die Modellpalette um Autos wie die Limousine CLA, den CLA Shooting Brake (im Bild) oder den SUV GLA erweitert hat. Die beiden größten Märkte für Kompaktwagen waren Deutschland und China.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Mittelklasse
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Der Bestseller bei Mercedes ist allerdings das Mittelklasse-Modell C-Klasse: Die Limousine und das T-Modell wurden insgesamt 450.000 Mal verkauft. Ein Viertel ging auf die Langversion der C-Klasse Limousine zurück, ein Modell, das ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Obere Mittelklasse
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Auch die neuen Modelle der Mercedes E-Klasse haben in ihrem ersten Verkaufsjahr Rekorde gebrochen. Nie war die E-Klasse so beliebt wie in den vergangenen zwölf Monaten – 350.000 Mal wurden die Limousine und das T-Modell verkauft. Daimler schaffte es, mit den neuen Modellen eine Absatzsteigerung von 40 Prozent zu erzielen. Größter Abnehmer der Limousine ist China, dort wurden die Verkäufe sogar verdoppelt.

(Foto: dpa)
SUV
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Stärkste Produktkategorie ist bei Daimler – wie auch im Vorjahr – das Segment SUVs: Die Beliebtheit der Geländewagen stieg weiter stark an. 850.000 SUVs konnte der Konzern absetzen. Mit 14 Prozent Absatzwachstum trugen die SUVs maßgeblich zum Verkaufserfolg der Marke bei.

(Foto: Pressefoto Daimler)
SUVs
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Getrieben wurde das Wachstum in dem Segment vor allem durch starke Verkäufe der Kompakt-SUVs. Bestseller waren die Modell GLC (im Bild) und GLA, die auf den Plattformen der C-Klasse und der A-Klasse basieren.

(Foto: Pressefoto Daimler)

Mittlerweile ist der Konzern wieder auf Erfolgskurs. „Es macht natürlich Spaß zu sehen, dass die Entscheidungen, die der Aufsichtsrat getroffen hat, Früchte tragen“, sagt Bischoff. „Im Augenblick geht es darum, die Basis für die Zukunft zu legen.“

Nur außerhalb von Daimler hat Bischoff sein Engagement schon etwas zurückgefahren - nach wie vor engagiert er sich etwa bei der American Academy und dem Deutschen Krebsforschungszentrum. „Zudem habe ich auch noch eine Familie. Meine Frau hat mir irgendwann mal gesagt: „Du hast doch gesagt, Du gehst in Pension. Ich habe mir das etwas anders vorgestellt mit der Zeiteinteilung“, schmunzelt Bischoff.

Dem Stuttgarter Autobauer wird der Kontrolleur, der über sich selbst einmal gesagt hat, er sei „eher ein Arbeitspferd als ein Zirkuspferd“, zunächst treu bleiben: „Wenn man eine Aufgabe noch mit Spaß macht, ist man, glaube ich, ein zufriedenerer Mensch, das spiegelt sich sicher auch in der Familie wider.“

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  • dpa
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