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Datenskandal Apple-Mitgründer Wozniak löscht seinen Facebook-Account, Alibaba-Gründer Ma geht Zuckerberg direkt an

Neues Störfeuer gegen Facebook: Steve Wozniak löscht seinen Account, und Jack Ma fordert Mark Zuckerberg auf, sein Netzwerk zu reparieren.
Update: 09.04.2018 - 17:47 Uhr Kommentieren
Apple-Mitgründer Steve Wozniak schließt sein Facebook-Konto Quelle: AP
Steve Wozniak

Der Apple-Mitgründer hat seine Facebook-Seite deaktiviert.

(Foto: AP)

New YorkKurz vor dem großen Auftritt von Mark Zuckerberg im Parlament positionieren sich gleich zwei Tech-Promis im Zuge des Datenskandals gegen Facebook gegen das soziale Netzwerk: Der 67-jährige Apple-Mitgründer Steve Wozniak und Jack Ma, Gründer des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba.

Wozniak äußerte seinen Unmut in einer E-Mail an die Zeitung „USA Today“. Darin kritisierte er, dass Facebook seine Gewinne mit den Daten der Mitglieder mache, ohne dass diese etwas von den Profiten zu sehen bekämen. Er selbst sei bei Durchsicht seiner eigenen Datenschutz-Einstellungen erstaunt darüber gewesen, wie viele Anzeigenkategorien und Werbetreibende er einzeln aus der Liste streichen musste.

Anders als die Sängerin Cher und der Schauspieler Will Ferrell will Wozniak sein Facebook-Account nicht komplett löschen, sondern nur deaktivieren. Wozniak hatte vor gut 40 Jahren Apple gemeinsam mit Steve Jobs gegründet.

Der chinesische Milliardär und Alibaba-Gründer Jack Ma ging dagegen Zuckerberg direkt an. Er müsse die Bedenken der Nutzer und der verschiedenen Behörden weltweit ernst nehmen: „Es ist Zeit, das zu reparieren. Es ist Zeit für den CO, es wirklich ernst zu nehmen“, sagte Ma auf einer Konferenz auf der Insel Hainan. Der reichste Chinese wollte nicht ins Detail gehen, äußerste sich aber zuversichtlich, dass Zuckerberg die Probleme lösen könne.

Es handele sich immer noch um ein wertvolles Unternehmen, erklärte Ma. Vielleicht sei es zu den Problemen nur gekommen, weil Facebook so phänomenal schnell gewachsen sei. „Wir sollten das Unternehmen nicht wegen dieser Probleme killen“, sagte Ma. „Facebook hat wohl vor 15 Jahren nie gedacht, so stark zu wachsen. Sie konnten diese Probleme kaum erahnen” sagte er.

Der Facebook Skandal war vor knapp einem Monat ausgebrochen, als bekannt wurde, dass die ominöse Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica durch Persönlichkeitstests, die 270.000 Facebook-Nutzer machten, an die Profile von mindestens 50 Millionen gekommen sein soll – weil das soziale Netzwerk den ungefragten Zugang zu Profilen ihrer Freunde ermöglichte.

Seitdem ist das Vertrauen in das beliebteste Online-Netzwerk der Welt stark beschädigt. Nutzer und Werbekunden ziehen sich zurück oder klagen. Brian Acton, der Mitgründer von WhatsApp, das heute ebenfalls zu Facebook gehört, rief mit dem Hashtag #deletefacebook bei Twitter dazu auf, Facebook zu verlassen.

An diesem Dienstag wird Zuckerberg vor dem zuständigen Ausschuss im Senat und am Mittwoch im Abgeordnetenhaus aussagen. Am Montag sind bereits erste Treffen mit einzelnen Politikern geplant – allerdings ohne Öffentlichkeit.

Zuckerberg bereitet sich laut Medienberichten bereits akribisch auf den schwierigen Termin vor. Er soll sogar ausnahmsweise auf seinen T-Shirt-Look verzichten und im Anzug erscheinen, heißt es.

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