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Der Schattenmann Didier Lombard folgt Thierry Breton an der Spitze von France Télécom

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Ab 2001 übernimmt Lombard die Leitung der Ansiedlungsagentur „Invest in France“. Dabei kann er seine internationalen Kontakte ausbauen. Sein Adressbuch half Breton später, die finanzielle Restrukturierung von France Télécom zu verwirklichen. Als Breton 2002 die Leitung des damaligen Staatsunternehmens übernahm, drohte der Konzern unter einem Schuldenberg von 68 Milliarden Euro zusammenzubrechen. Dank Kapitalerhöhung und Sparkurs hat France Télécom noch knapp 44 Milliarden Euro Schulden.

Lombard kündigte an, den Kurs der Entschuldung „rigoros fortzusetzen“. Im Laufe das Jahres will er den Dreijahresplan „Ambition 2008“ vorstellen. Davon erhoffen sich die Finanzmärkte Antworten, wie das Wachstum langfristig gesichert werden soll. Der Blick wendet sich langsam ab von den Fortschritten beim Schuldenabbau. Lombard wird sagen müssen, was er darüber hinaus mit dem Cash-Flow von rund acht Milliarden Euro vorhat.

„Lombard wird die bereits eingeschlagene Linie wie ein Sachverwalter fortführen“, mutmaßt ein Wettbewerber. Sprich: Die Priorität wird auf Entschuldung und Kostenkontrolle bleiben. Er setzt auf neue Produkte wie das Multimediamodem „Livebox“, mit dem Nutzer telefonieren, drahtlos im Internet surfen und Fernsehen gucken können. Die Frage ist, ob das reichen wird. Denn das alte Stammgeschäft des Telefonriesen, die Festnetztelefonie, droht wegen der zunehmenden Telefonate über das Internet zu einem Abfallprodukt zu werden.

Schon wird in Paris darüber spekuliert, ob Lombard den Chefstuhl nur ein paar Jahre warm halten soll, um seine eigene Karriere zu krönen. Die strategische Fortentwicklung würde dann später ein Jüngerer übernehmen: Genannt wird immer wieder Frank E. Dangeard. Die Ex- Nummer-zwei von France Télécom wechselte erst im vergangenen September an die Spitze von Thomson.

Ein Pariser Analyst hat noch eine andere Interpretation zur Berufung Lombards: „Das erlaubt die Rückkehr von Breton, sollte er mit seinem Wechsel in die Politik scheitern.“

Mitarbeit: Andreas Bohne

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