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Deutsche Bank Leo Kirchs juristische Feldzüge

Seit der Pleite seines Film- und Fernsehkonzerns im April 2002 überzog Leo Kirch die Deutsche Bank mit Schadenersatzklagen und Strafanzeigen. Ein kurzer Überblick über die Gemengelage.
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Kirch (l.) und Breuer im März vor Gericht. Quelle: dapd

Kirch (l.) und Breuer im März vor Gericht.

(Foto: dapd)

München Der Medienunternehmer Leo Kirch und dessen Vertreter liegen seit dem Jahr 2002 im Dauerclinch mit der Deutschen Bank. Kirchs These: Der damalige Bankchef Rolf Breuer habe ihn gezielt in die Insolvenz getrieben, als er im Februar 2002 in einem Fernsehinterview seine Kreditwürdigkeit bezweifelte. Deshalb müsse Deutschlands größte Bank Schadenersatz in Milliardenhöhe zahlen.

Der Bundesgerichtshof gab Kirch im Januar 2006 teilweise Recht: Die Deutsche Bank habe der Kirch-Printbeteiligung GmbH seinerzeit einen Kredit gegeben, und der Bankchef habe mit seiner Aussage über einen Kunden pflichtwidrig und schuldhaft gehandelt. Deshalb stehe der Kirch-Printbeteiligung grundsätzlich Schadenersatz zu. Ob und in welcher Höhe ein Schaden entstand, mussten die Instanzen klären.

Das Landgericht München aber lehnte die Klage der Kirch-Printbeteiligung auf 1,3 Milliarden Euro Schadenersatz im Februar 2011 ab. Kirch kündigte sofort Berufung an.

Eine zweite Klage über zwei Milliarden Euro reichte ein Pool von 17 anderen Kirch-Firmen ein, die keine Kreditbeziehung mit der Deutschen Bank hatten. Sie behaupten aber, sie hätten damals mit der Bank über eine Geschäftsbeziehung verhandelt und damit ebenfalls schon Anspruch auf Breuers Verschwiegenheit gehabt. Außerdem habe die Bank Kirch gezielt in die Pleite getrieben und damit „sittenwidrig vorsätzlich geschädigt“. Das Landgericht lehnte auch diese Klage ab, in zweiter Instanz verhandelte das Oberlandesgericht München darüber.

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