Deutsche Bank Welcome, Mr. Jain!

Für Anshu Jain wird sich als Co-Chef der Deutschen Bank einiges ändern. Bisher war London der Mittelpunkt seines Wirkens. Jetzt steht er im Zentrum der deutschen Öffentlichkeit. Es ist kein herzliches Willkommen.
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DüsseldorfAlfred Herrhausen, Hilmar Kopper, Rolf-E. Breuer - so liest sich die Liste der Deutsche-Bank-Chefs. Schon als der Schweizer Josef Ackermann im Jahr 2002 an die Spitze des Geldhauses rückte, ging ein Aufschrei durchs Land. Jetzt wird er abgelöst: von Jürgen Fitschen - und Anshu Jain, einem Inder. Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung ist das für einen weltweit aktiven Finanzkonzern wie die Deutsche Bank eigentlich der nächste logische Schritt.

Aber das Institut hat eben das Adjektiv „deutsche“ im Namen und in der Bundesrepublik eine Ausnahmestellung, die in der Charakterisierung als „das mächtigste Geldinstitut überhaupt, fast von der ganzen Welt“ des Kabarettisten Erwin Pelzig zum Ausdruck kommt. Jetzt rückt ein Nicht-Deutscher, ja im Gegensatz zu Ackermann sogar ein zunächst noch Nicht-Deutsch-Sprechender nach - was in der Ahnenreihe noch nicht vorgekommen ist.

An diesem Donnerstag wird Jain bei der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank erstmals seit der Nominierung zusammen mit seinem designierten Chefkollegen Jürgen Fitschen und dem noch amtierenden Ackermann in der ersten Reihe sitzen. Und pünktlich zu Beginn dieser Woche macht der „Spiegel“ mit dem Titel „Die Zocker AG“ zu Deutschland größtem Geldhaus auf. Als treibende Kraft hinter den „dubiosen Geschäften der Deutschen Bank“ macht das Nachrichtenmagazin ausgerechnet Jain aus, den bisherigen Chef des zuletzt schwächelnden Investment-Bankings.

Eine Hypothek für ihn ist auch, dass Ackermann sich den ehemaligen Bundesbankpräsidenten Axel Weber als Nachfolger gewünscht hatte - auch aus Angst vor einer Wahrnehmung Jains als „Gierbanker“. Denn weil die Deutsche Bank in zahlreiche Prozesse verwickelt ist und sich mit etlichen brisanten Anklagen konfrontiert sieht, läuft Jain tatsächlich Gefahr dieses Etikett angeheftet zu bekommen.

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15 Kommentare zu "Deutsche Bank: Welcome, Mr. Jain!"

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  • "Stellungnahmen in deutsch" sollten dann "auf Deutsch" erfolgen or be given in English.

  • Neu ist eine Frau als Bundeskanzlerin, ein Schwuler als Außenminister, doch Inder haben wir doch schon lange in Deutschland. Warum sollte also nicht auch ein Inder einen deutschen Konzern führen dürfen. Aufwachen, die Zeiten haben sich geändert.

  • @Wieauimmer: Machen Sie sich keine Hoffnungen. Das HB hat offensichtlich kein Interesse, antisemitische Aussagen zu verhindern. In unschöner Regelmäßigkeit finden derartige Sprüche ihren Weg in diese Foren und werden spät oder nicht gelöscht. Die "Moderation" entfällt - erbärmlich.

  • Wann wird dieser antisemitische Müll gelöscht?? Da wird einem echt schlecht...

  • Nein, geschwiegen wurde schon viel zu viel. So heißt es doch in einem Sprichwort (aus Erinnerung): Wer ein Problem erkennt, aber nichts zu dessen Lösung beiträgt, wird selbst Teil des Problems.

  • Herr Sarazin hat Recht. Deutschland schafft sich doch ab.

  • Bin ich auch der Meinung! Ein intelligenter, junger, zurückhaltender Mann!
    Ist doch gleichgültig, ob er gut Deutsch spricht oder nicht, wenn eine Bank wie die Deutsche Bank so international agiert.
    Immerhin hat er in den letzten Jahren (wenn auch mit Ausnahme der Zeit der Finanzkrise) die größte Einkommensquelle der Bank geschaffen.
    Innerhalb von fünf Jahren, in denen Jain in leitender Funktion im Investmentbanking der Deutschen Bank tätig war, soll er mit seiner Abteilung 16 Milliarden € netto , nach Abzug sämtlicher Boni, verdient haben. Grob gerechnet sind laut WirtschaftsWoche rund 50% des gesamten Gewinns der Deutschen Bank im Jahr 2005 der Abteilung Jains zuzurechnen!

    Aber hier meint ein Kabarettist er müsse über jemanden urteilen, der sich nie groß der Öffentlichkeit zeigte, sondern nur seinen Job gemacht hat. Und das besser als die meisten!

    Allerdings besteht die Frage nach einer Trennung von Geschäft- und Investmentbank. Das ist aber nicht die Aufgabe Jains.

  • DER NÄCHSTE LOGISCHE SCHRITT DER DEUTSCHEN BANK!
    Ja, den gibt es. Unvergessen die Gefahr schweizer Bankvorstände in Amerika verhaftet zu werden.
    Logischerweise ist also zu klären, ob Hr. Jain bei Einreise in die Vereinigten Staaten durch CIA und FBI einer Verhaftung ausgesetzt wäre.
    Und, bei aller Bescheidenheit, ist zu rekapitulieren, wie es denn mit seiner Geburtstagsparty im Bundeskanzleramt gehandhabt werden soll.
    Wenn schon Stellungnahmen in deutsch: Dann die, wie man zu dem finaziellen Fiasko der Deutschen Bank, als Zocker-Bank im Zocker-Paradies Las Vegas stehe.
    HERR PELZIG IST TILL EULENSPIEGEL!

  • Der Videoinhalt "Neues aus der Anstalt" ist doch mehrere Wochen alt. Aktuelle Berichterstattung sieht anders aus.

  • @zephyroz Alles was ich bisher über Herr Jain gelesen habe stimmt mich sehr positiv. Wir können wirklich dringend einen jungen, intelligenten und zurückhaltenden Mann (eine Frau ist auch OK) an der Spitze der Deutschen Bank brauchen!

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