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Die Wahl des richtigen Internats ist entscheidend Lernen und Leben mit Heimvorteil

Vier Schulen habe ich nun hinter mir. Diese fünfte soll es dann endlich schaffen, aus meinem verfluchten Mathematik- Sechser einen Fünfer zu machen.
  • Felix Ullmann

„Mit diesen Worten beginnt die Geschichte des 15-jährigen Benjamin, der in dem Roman „Crazy“ das Internat Schloß Neuseelen besucht. Millionenfach verkaufte sich die autobiographisch gefärbte Geschichte Benjamin Leberts über Freunde, Mädchen, Herzschmerz und Sex.

Einige Figuren entsprechen dabei dem Klischee des typischen Internatsschülers: Es sind Kinder mit Problemen in der Familie oder in der Schule, manche sind abgeschoben, andere, wie Benni, nach Auffassung der Eltern auf dem Internat besser aufgehoben.

In der Realität trifft das auf einen Teil der Internatsschüler tatsächlich zu. Doch seit einigen Jahren werden die Internate zunehmend aus einem anderen Grund interessant: „Viele Eltern sind unzufrieden mit dem Bildungsniveau in den öffentlichen Schulen und wollen ihren Kindern etwas besseres bieten“, sagt Silke Mäder, Autorin des Buches „Der große Internate-Führer“.

Nicht erst seitdem öffentliche Schulen in Deutschland schlechte Noten in der PISA-Studie bekamen und Politiker Ganztagsschulen fordern, hat sich das Image der Internate gebessert. „Vor allem in der 68er-Generation waren die Internate als erzkonservativ und traditionsverhaftet verschrien“, erklärt Bernhard Marohn, Pressesprecher des Bundesverbandes Deutscher Privatschulen (VDP). „Doch mittlerweile liegen Internate ganz weit vorne, wenn es darum geht, moderne Pädagogik anzuwenden.“ Heimvorteil der Internate sei, dass die Lehrer intensiver auf die Begabungen und Probleme der Schüler eingehen könnten: In der Regel unterrichten sie ihre Zöglinge bis in den Nachmittag. Anschließend helfen sie bei den Hausaufgaben oder leiten Lerngruppen, um den Schulstoff zu vertiefen.

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