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Dietmar Heinrich Schaeffler verliert seinen Finanzvorstand

Dietmar Heinrich wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim Automobilzulieferer nicht verlängern. Er arbeitet seit 25 Jahren für das Unternehmen.
Update: 05.11.2019 - 10:57 Uhr Kommentieren
Dietmar Heinrich: Schaeffler verliert seinen Finanzvorstand Quelle: www.imago-images.de
Dietmar Heinrich

Der Vertrag des Schaeffler-Finanzvorstandes läuft im Sommer aus.

(Foto: www.imago-images.de)

Herzogenaurach Der von der Krise im Automobilgeschäft getroffene Zulieferer Schaeffler verliert seinen Finanzchef. Dietmar Heinrich werde seinen bis Ende Juli 2020 laufenden Vertrag bei Schaeffler nicht verlängern, teilte das Unternehmen am Dienstag am Firmensitz im fränkischen Herzogenaurach mit.

Schaeffler nannte persönliche Gründe Heinrichs für die Entscheidung. Sowohl Gesellschafter Georg F.W. Schaeffler als auch Vorstandschef Klaus Rosenfeld bedauerten den Schritt Heinrichs, der seit 25 Jahren im Unternehmen arbeitet und seit 2017 Finanzvorstand ist. Einen Nachfolger nannte Schaeffler noch nicht.

Der von der Autokrise gebeutelte Zulieferer sieht unterdessen die Früchte seiner Sparprogramme in Reichweite. „Die Maßnahmen, die wir uns vorgenommen haben, greifen“, sagte Rosenfeld der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag zur Vorlage der Quartalsbilanz. „Wir sind auf gutem Weg, unsere Ziele für 2019 zu erreichen.“

Damit bekräftigte Rosenfeld die Erwartung, dass der Jahresumsatz des Auto- und Industriezulieferers stagniert und der Gewinn deutlich zurückgeht: Die operative Umsatzrendite dürfte von 9,7 Prozent im vergangenen Jahr auf sieben bis acht Prozent schrumpfen. Schaeffler hatte das Ziel im Sommer gesenkt und dies mit dem Produktionsrückgang seiner Kunden in der Automobilindustrie begründet. „Das Marktumfeld ist nach wie vor herausfordernd“, sagte Rosenfeld nun.

Gestützt sieht er seine Erwartung durch das Voranschreiten des Stellenabbaus und die Umsatz- und Gewinnentwicklung. Von Januar bis September lag der Umsatz mit 10,8 Milliarden Euro etwas höher als im Vorjahreszeitraum. Der Betriebsgewinn brach zwar auch ohne die Kosten des Sparprogramms um 23 Prozent auf 883 Millionen Euro ein – damit lag die Umsatzrendite mit 8,1 Prozent aber immer noch höher als von Schaeffler für das Gesamtjahr erwartet. Die Aktie legte um 9,5 Prozent zu.

Von Januar bis September hat Schaeffler weltweit mehr als 3400 Stellen abgebaut: Die Zahl der Mitarbeiter ging um 3,7 Prozent auf 89.000 zurück. Rosenfeld setzt auch auf punktuelle Werksferien, Kurzarbeit, Altersteilzeit und Umschulungen. „Wir haben immer gesagt, dass wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden wollen“, bekräftigte der Vorstandschef.

Mehr: Schaeffler musste gerade erst Kurzarbeit einführen. Klaus Rosenfeld sieht Schaeffler für die sich anbahnende Branchenkrise aber gerüstet.

  • dpa
  • rtr
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