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Donata Hopfen Chefin von Identitätsplattform Verimi verlässt das Unternehmen

Verimi will die Identität der Menschen im Internet schützen – mithilfe großer Konzerne. Chefin Hopfen tritt schon nach kurzer Zeit zurück.
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Selfie mit Vertretern der zehn Gesellschafter. Quelle: dpa
Verimi-Chefin Donata Hopfen (vorne)

Selfie mit Vertretern der zehn Gesellschafter.

(Foto: dpa)

BerlinBei der Identitätsplattform Verimi, hinter der große deutsche Konzerne stehen, gibt es wenige Wochen nach dem Marktstart einen Chefwechsel. Die bisherige Spitzenmanagerin Donata Hopfen scheidet wegen „unterschiedlicher Auffassungen in der strategischen Führung des Unternehmens“ aus. Ihre Aufgaben übernehme Jeannette von Ratibor von der Deutschen Telekom und werde dafür vorübergehend die Verimi-Geschäftsführung verstärken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Verimi war Anfang April gut sieben Monate nach der Ankündigung an den Start gegangen. Zu den Funktionen, die von Anfang an zur Verfügung stehen, gehören die Möglichkeit, sich über Verimi bei verschiedenen Websites anzumelden, sowie das Videoident-Verfahren. Weitere Services wie die elektronische Signatur, Bezahldienste oder das Hochladen sensibler Dokumente sollen schrittweise dazukommen.

Zu den Firmen hinter Verimi gehören neben der Telekom der Versicherungskonzern Allianz, Daimler, der Medienkonzern Springer, die Lufthansa sowie der Sicherheitsspezialist Giesecke+Devrient, der unter anderem stark im Geschäft mit Chips für Bankkarten oder SIM-Modulen in Handys ist. Die frühere Springer-Managerin Hopfen führte die Firma seit Oktober.

Zu den Zielen der Verimi-Allianz gehört auch, einen Gegenpol zu den im Datengeschäft starken großen Online-Schwergewichten wie Facebook und Google zu schaffen. Neben Verimi wurde im vergangenen Jahr ein zweites Projekt aus Deutschland für ein übergreifendes Registrierungs- und Anmeldeverfahren im Internet angekündigt. In der „Log-in-Allianz“ haben sich RTL Deutschland, Pro Sieben Sat 1 Media sowie die United Internet AG mit den Marken web.de und gmx zusammengetan. Der Dienst soll ebenfalls 2018 starten.

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