Dritte Frau bringt Kinder gegen sich auf Kabale und Murdoch

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Investoren machen sich Sorgen

Unterdessen wachsen die Spekulationen, dass seine Ehefrau noch stärker versucht, einen Keil zwischen ihn und die Kinder aus den ersten beiden Ehen zu treiben. Die älteren Kinder werden zunehmend nervöser. Sie zeigen sich mit ihren finanziellen Interessen zunehmend bestimmter, heißt es vorsichtig in Familienkreisen.

Investoren sorgen sich unterdessen um die langfristige Perspektive der News Corp. Rich Greenfield, Analyst bei Fulcrum Global Partners, sagt: „Ich denke, dass es innerhalb der Wall Street Befürchtungen vor einem Nepotismus gibt.“

Investoren wenden sich gegen eine Familienlösung und favorisieren den bisherigen Murdoch-Vertrauten Peter Chernin als Nachfolger. „Es ist positiv, dass Chernin als Nachfolger gehandelt wird“, sagt Greenfield.

News Corp. ist ein Liebling der Analysten. Der Aktienkurs legte trotz mancher Rückschläge in den vergangenen beiden Jahren zu. Die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse First Boston, aber auch Morgan Stanley oder Lehman Brothers empfehlen das Papier zum Kauf.

Murdoch schuf in den vergangenen Jahren einen Konzern auf Augenhöhe mit den Giganten wie Time Warner oder Disney. Die News Corp. kontrolliert Boulevardblätter wie die „New York Post“ oder die britische „Sun“, besitzt das erfolgreiche Hollywood-Studio 20th Century Fox, die US-Senderkette Fox mit dem rechtspopulistischen Nachrichtenkanal Fox News, den hochprofitablen Pay-TV-Konzern BSkyB und Satellitensender wie Sky Italia und DirecTV in den USA.

Der Familienstreit kommt für News Corp. zu einem höchst ungelegenen Augenblick. Zum ersten Mal überhaupt wird die Macht Murdochs ernsthaft bedroht. Sein Partner John Malone mit seinem Medienkonzern Liberty Media baute heimlich seinen Anteil an der News Corp. auf 18 Prozent aus, nur noch knapp zwölf Prozent weniger als Murdoch. Die beiden Tycoons verhandeln derzeit miteinander, um einen Konflikt zu vermeiden.

Der Ausstieg von Lachlan kommt Murdoch in diesem Moment gelegen. Denn damit zeigt Vater Rupert, dass er den Konzern nicht als Familienunternehmen begreift, glauben Beobachter. Doch noch laufen die Gespräche. Über deren Inhalt schweigen sich sowohl Malone als auch Murdoch aus. Auffällig aber, dass der 74-Jährige seine Gesundheit mehr schont denn je: viel Sport, nie Alkohol, nie Zigaretten.

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