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E-Mail Siemens-Chef Joe Kaeser veröffentlicht Morddrohung gegen sich

Der Siemens-Chef wird offenbar aus dem rechtsextremen Milieu bedroht. Auf Twitter geht Joe Kaeser mit der Mail nun an die Öffentlichkeit.
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Der Siemens-Chef äußert sich auf Twitter immer wieder zu politischen Themen. Quelle: Reuters
Joe Kaeser

Der Siemens-Chef äußert sich auf Twitter immer wieder zu politischen Themen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Siemens-Chef Joe Kaeser hat eine Morddrohung aus dem mutmaßlich rechtsextremen Milieu erhalten und am Freitag öffentlich gemacht. „Der Teufel hat jetzt auch E-Mail. Unten ist seine Botschaft an mich“, schrieb der Manager auf Twitter und postete dazu ein Bild der Drohung.

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf hatte am Donnerstag bestätigt, dass eine Strafanzeige in dem Fall eingegangen sei, nannte aber keine Details. Laut Kaeser hat Siemens selbst allerdings keine Anzeige erstattet.

Dem 62-Jährigen wird in der Mail gedroht, „eine Behandlung wie Lübcke“ zu erhalten. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft stuft den Mord als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein. Die Drohung wurde scheinbar von einer Adresse mit der Kennung „[email protected]“ abgeschickt.

Kaeser kommentierte die Mail mit „Meine Botschaft zurück: #neverforget #NieWieder #NazisRaus“. Von Twitter-Nutzern erhielt Kaeser für seinen Schritt zunächst viel Zuspruch.

Der Manager äußert sich auf Twitter immer wieder zu politischen Themen. So griff er 2018 AfD-Fraktionschefin Alice Weidel an, die im Bundestag von „Burkas, Kopftuch-Mädchen und alimentierte Messermänner“ gesprochen hatte. Kaesers Konter: „Lieber ‚Kopftuch-Mädel‘ als ‚Bund Deutscher Mädel‘.“ Zuletzt hatte er die Festnahme der deutschen Seenotretterin Carola Rackete durch die italienischen Behörden kritisiert.

Mehr: Warum der Verfassungsschutz Anzeichen für einen neuen rechten Terror sieht

  • HB
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