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Einmal im Jahr steht die Barings Bank im Rampenlicht Der Mann mit dem „goldenen Händchen“

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Auch auf das Aufsichtswesen hatte Nick Leeson am Ende wenig Einfluss. Anders als in den Fällen von Worldcom bis Parmalat – die das regulatorische Umfeld umkrempelten – handelte es sich bei Barings nur um eine betrügerische Einzelperson. Intern versuchen die Bankenchefs heute zwar stärker zu verstehen, womit ihre Mitarbeiter Geld für die Bank verdienen. Doch das gelingt noch nicht überall, wie der Fall Robin Saunders bei der WestLB zeigte. Auch hier schaffte es eine Mitarbeiterin über Jahre, Geschäfte zu machen, deren hohes Risiko niemand der Verantwortlichen auch nur annähernd überblickte. Und der Verlust von Hunderten von Millionen des Derivatehändlers John Rusnak bei der US-Tochter der Allied Irish Bank zeigt, dass die betrügerische Energie einer Einzelperson auch hohe Kontrollanforderungen übertrifft. Ob Mitarbeiter eines Geldinstitut ihren Arbeitgeber heute ganz in den Ruin treiben können, ist dagegen nicht sicher. Allerdings hat sich heute eine ganze Armada risikofreudiger Händler außerhalb der Institute etabliert. Hedge- Fonds üben zwar eine wichtige Funktion im Markt aus, ihr Risiko-Profil ähnelt jedoch einem gewissen Nick Leeson.

Der Pleitier selbst bekommt davon nur noch am Rande mit. Er hat nach seiner Gefängnisstrafe der Branche den Rücken gekehrt, ein Buch geschrieben – das verfilmt wurde – und verdient sein Geld als Referent. Dabei erzählt er Bankern, wie er die Barings Bank ruiniert hat und stellt fest, dass alles ein schrecklicher Fehler gewesen ist.

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