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Entscheidung Kartellamt verbietet Gemeinschaftsversicherung

Schwerer Schlag für die Versicherungsstelle Wiesbaden: Das Bundeskartellamt hat weitgehend verboten, ab 2009 neue Verträge für die angebotene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung von Wirtschaftsprüfern abzuschließen.

lie KÖLN. Nach Einschätzung der Wettbewerbshüter verstößt die in der Versicherungsstelle gebildete Mitversicherungsgemeinschaft von Allianz, Axa, R+V und Victoria aufgrund eines "zu hohen Marktanteils" in dieser speziellen Berufshaftpflichtversicherung gegen Kartellrecht. Laufende Verträge soll die Versicherungsstelle zu diesem Zeitpunkt möglichst kündigen.

Der Versicherungsstelle ist nur noch das Geschäft mit den vier größten Wirtschaftsprüfungsfirmen Ernst & Young, KPMG, PWC und Deloitte & Touche gestattet. Die Versicherungsstelle will eigenen Angaben zufolge die Verbotsverfügung anfechten, was von der Wirtschaftsprüferkammer und dem Institut der Wirtschaftsprüfer unterstützt wird.

Die Versicherungsstelle hält die vom Kartellamt herangezogene Marktdefinition für das Verbot für zu eng. Die Wettbewerbshüter hätten sich bei der Abgrenzung des relevanten Marktes auf Wirtschaftsprüfer (WP) und vereidigte Buchprüfer beschränkt. Da aber fast alle Wirtschaftsprüfer und-Gesellschaften zudem auch Steuer- und Rechtsberatungsleistungen anböten und die Versicherer auch diese Risiken decken, müssten diese Berufsgruppen auch in die Abgrenzung einfließen. Dann aber, so die inzwischen 70 Jahre tätige Versicherungsstelle, liege der Marktanteil bei unter 20 Prozent, was kartellrechtlich nicht kritisch sei.

Das IdW fürchtet "massive" Wettbewerbsnachteile für kleinere und mittlere Wirtschaftsprüfergesellschaften, wenn die Versicherungsstelle als Anbieter wegfiele.

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