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Erhebliche Schwierigkeiten möglich Wenn Manager die eigene Firma kaufen

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Bereits in der Frühphase eines MBO können solche Konflikte entstehen. Das Management wird selten in der Lage sein, den Unternehmenskauf aus eigener Kraft zu finanzieren. Die Finanzinvestoren verlangen jedoch Informationen über das Unternehmen, die der am MBO interessierte Manager nicht ohne weiteres geben darf.

In besonderer Weise zeigt sich der Interessenskonflikt bei den Vertragsverhandlungen. Das Management ist Käufer, hat aber trotzdem meist einen erheblichen Informationsvorsprung gegenüber den Verkäufern. Ist das Management daraufhin etwa verpflichtet, die Verkäufer - seine bisherigen "Arbeitgeber" - darüber aufzuklären, dass das Unternehmen mehr wert ist, als diese vielleicht denken?

Grundsätzlich ist ein Käufer eines Unternehmens nicht gehalten, den Verkäufer über wertsteigernde Umstände aufzuklären. Beim MBO ist dies jedoch anders. Hier treffen das Management besondere Aufklärungspflichten. Wie weit diese Pflichten reichen und woraus sie sich herleiten, ist noch nicht abschließend geklärt. Vieles spricht dafür, die Aufklärungspflichten des Managements darauf zu stützen, dass diese auf Grund ihrer besonderen Stellung und Kenntnisse entsprechenden kaufvertraglichen Nebenpflichten unterliegen. Verletzen sie diese, können sie daher Schadensersatzansprüchen der Verkäuferseite ausgesetzt sein.

Bei den Verhandlungen über Gewährleistungs- oder Garantieklauseln wollen sich beide Seiten des Wissens des Managements bedienen. Die Verkäuferseite wird zwecks Einschätzung ihrer Haftungsrisiken die Manager befragen, ob sie bestimmte Garantien oder Zusicherungen im Vertrag geben kann. Die Finanzinvestoren werden vom Management wissen wollen, ob besondere Risiken für sie bestehen. Nicht selten werden die Manager insoweit von beiden Seiten zur Abgabe von schriftlichen Erklärungen, für deren Richtigkeit zu haften ist, angehalten.

Beim MBO sollten die beteiligten Manager daher folgendes beachten:

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