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Erst jedes dritte Dax-Unternehmen folgt der Empfehlung des Corporate-Governance-Kodex, die Manager-Einkünfte individuell auszuweisen Vorstandsbezüge sind noch ein heikles Thema

Die Schar der börsennotierten Unternehmen, die die Bezüge ihrer Vorstandsmitglieder individuell ausweisen, wächst langsam, aber stetig. Gestern hat sich T-Online, das größte europäische Internetunternehmen, dazugesellt.
Thomas Holtrop

Am Dienstag wurde sein Gehalt offengelegt: Thomas Holtrop

tnt/wb FRANKFURT/M. Auch die Muttergesellschaft Deutsche Telekom wird laut T-Online-Chef Thomas Holtrop die Vorstands-Bezüge im einzelnen offen legen. Das zeichnete sich bereits ab: Schon in ihrer Entsprechenserklärung zum Corporate-Governance-Kodex im Dezember 2003 hatte die Telekom den individuellen Ausweis nicht mehr "abgewählt".

Insgesamt ließ sich T-Online ihren Vorstand im vergangenen Jahr 3,29 Mill. Euro kosten. Vorstandschef Holtrop erhielt ein Fixum von 616 000 Euro und eine erfolgsabhängig variable Vergütung von 627 950 Euro. Auch die Bezüge der übrigen fünf Vorstandsmitglieder sind nach festen (von 165 000 bis 247 500 Euro) und variablen Anteilen (112 000 bis 254 000 Euro) einzeln ausgewiesen.

"Wir folgen mit der Veröffentlichung den Empfehlungen der Regierungskommission Corporate Governance und wollen dadurch für ein Stück mehr Transparenz sorgen", sagte Holtrop bei Vorlage des Geschäftsberichts. Erst vor kurzem hatte auch RWE sein Bekenntnis zur Gehalts-Transparenz abgelegt. Damit sind indessen erst zehn der 30 Dax-Vorstände bereit, sich in die Brieftaschen schauen zu lassen. Neben den erwähnten sind das: Altana, Bayer, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Post, SAP und Thyssen-Krupp.

Schering weist immerhin das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden gesondert aus. Im M-Dax halten sich bislang nur fünf Unternehmen an die Empfehlung des Kodex: Douglas, Fraport, SGL Carbon, Stada und Techem zählt eine Untersuchung der Unternehmensberatung Towers Perrin in diesem Feld auf.

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