Ex-Bayern-LB-Vorstand „Reintegrations“-Angebot für Gribkowsky

Gerhard Gribkowsky wurde zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Dennoch hat der Ex-BayernLB-Vorstand ein Jobangebot vorliegen. Das Unternehmen ist ihm wohl bekannt.
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Gerhard Gribkowsky im Juni 2012 vor Gericht. Quelle: dpa

Gerhard Gribkowsky im Juni 2012 vor Gericht.

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MünchenDer inhaftierte ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky hat nach Informationen des „Münchner Merkur“ und des Wiener „Kurier“ ein Jobangebot aus Österreich erhalten. „Wir haben dem Anwalt von Herrn Dr. Gribkowsky einen Brief geschrieben, in dem wir Herrn Dr. Gribkowsky eine Arbeitsstelle anbieten“, sagte die Sprecherin des österreichischen Baukonzerns Strabag, Diana Neumüller-Klein, dem „Münchner Merkur“ (Wochenendausgabe) zufolge. Gribkowsky hatte vor seiner Verhaftung bis 2010 dem Strabag-Aufsichtsrat angehört.

Der Ex-Manager solle am Standort München eingesetzt werden und eine „beratende Tätigkeit ohne Führungsfunktion und ohne Zeichnungsrecht entsprechend seiner Qualifikation im Finanzwesen“ übernehmen, sagte die Sprecherin. Bislang habe man noch keine Antwort auf das Angebot erhalten. „Wir möchten Herrn Dr. Gribkowsky mit dem Angebot bei der Reintegration in die Gesellschaft unterstützen“, erklärte die Sprecherin.

Es sei für die Entscheidung, ob Gribkowsky in den offenen Vollzug kommen könne, hilfreich, wenn er eine Beschäftigung vorweisen könne. Gribkowsky könne Strabag helfen, da er das Unternehmen als ehemaliger Aufsichtsrat kenne. Dem „Kurier“ (Freitag) zufolge hat Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner dem Aufsichtsrat bereits im Dezember vorgeschlagen, Gribkowsky eine „Arbeitsstelle anzubieten“.

Gribkowskys Münchner Anwalt Daniel Amelung sagte dem „Münchner Merkur“, es sei derzeit „vollkommen verfrüht“, über eine neue Beschäftigung für seinen Mandanten nachzudenken. Derzeit sei das Urteil noch nicht rechtskräftig, sowohl Gribkowsky als auch die Staatsanwaltschaft hätten Revision eingelegt. Auf dpa-Anfrage wollte Amelung den Bericht am Freitag nicht weiter kommentieren. Strabag war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Gribkowsky war im vergangenen Jahr zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone beim Verkauf der Rennserie angenommen und das Geld nicht versteuert hatte.

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7 Kommentare zu "Ex-Bayern-LB-Vorstand: „Reintegrations“-Angebot für inhaftierten Gribkowsky"

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  • @Horst1974 Er ist noch nicht rechtskräftig verurteilt. Damit gibt es noch keine Grundlage für einen Entzug. Was mich jedoch viel mehr stört: Dieser Mann ist sehr wahrscheinlich des schweren Betrugs und des schweren Steuerbetrugs schuldig. Er hat als gut bezahltes Vorstandsmitglied einer öffentlich-rechtlichen Bank seinen Arbeitgeber massivst hintergangen und betrogen. Und jetzt kommt da ein Baukonzern und will ihm bei der gesellschaftlichen "Reintegration" helfen. Braucht Strabag Expertise in Betrug und Korruption? Jeder normale Angestellte wäre für den Rest seines Lebens stigmatisiert und erledigt. Ich hoffe sehr, dass viele Menschen dem Aufsichtsrat von Strabag ihre Meinung zu dem Jobangebot kund tun.

  • Und Fr. Zschäpe wird Ressortleiterin für Fragen im Umgang mit Immigranten aus nicht EU-Ländern bem Verfssungsschutz. Keine Panik - hier ist nicht Österreich - oder etwa doch ???

  • Was erwartet man von einem österreichischen Unternehmen?
    Vermutlich das, was von dort schon mal kam.
    Alles andere wäre sehr, sehr interessant.

  • Das riecht für mich nach "Beratervertrag", vulgo: Schweigegeld. Welcher Entscheider wird wohl mit Herrn Gribowsky zusammenarbeiten wollen?

  • Naja Verbrecher geht es immer gut und Verbrechen lohnt sich auch, besonders in Deutschland und einigen EU-ländern.

    Am besten wir werden alle kriminell, damit wenigstens ein wenig Konkurrenzdruck für den einen oder die andere entsteht.

    Ich würde gerne mit Waffenhandel, Drogenhandel und als Bordellkönig mein Geld verdienen, da ist wenigstens noch ein wenig Nostalgie vorhanden.

    Solche Möchtegernkriminellen mit Doktortitel würde ich persönlich aus dem Weg schaffen, so wie es sich gehört für einen Unterweltboss mit Rückrat.

    Diese Krminalität ist was für Streber und Michbubis!

    Es wird Zeit dass die Hells Angels mal den kriminellen Saustall ausmisten, denn der Pseudo-Rechtsstaat, bzw. Justiz, Polizei, Politik stecken entweder mit drin, oder wenn es ein paar ehrliche gibt, werden die Mundtot gemacht.

    So läuft der Kapitalismus in Deustchland und Europa.

    Noch Fragen?

  • Wieso hat Herr Dr. Gribkowsky eigentlich noch seinen Doktortitel. Ich weiss ja nicht von welcher Uni, aber die Unis, die ich besucht haben, behalten sich einen Titelentzug bei mehr als zwei Jahren Freiheitsstrafe vor. Ist wohl bei diesem Herrn Dr. nicht der Fall? Jedenfalls sind 8 Jahre bei mir mehr als 2 Jahre.

  • Damit wäre endgültig klar, Rechtsstaat und Demokratie existiert nicht mehr, wenn es überhaupt so etwas gegeben hat.

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