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Facebook-Managerin Sandberg rät Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!

Frauen werden benachteiligt – die Ursache liegt bei ihnen selbst: Mit „Lean in“ hat die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg eine hitzige Debatte entfacht. Ihre Ratschläge für den Berufsalltag von Frauen sind provokant.
11.03.2013 - 18:44 Uhr 20 Kommentare
Facebook-Vorstand Sheryl Sandberg. Quelle: dpa

Facebook-Vorstand Sheryl Sandberg.

(Foto: dpa)

New York Das große Problem, weiß Sheryl Sandberg, zeigt sich oft in den kleinen, unbewussten Dingen. Da treffen sich zum Beispiel 15 Top-Manager aus dem Silicon Valley, allesamt Männer, zu einer Diskussionsrunde zur Lage der US-Wirtschaft. Geladen ist auch der Finanzminister mitsamt Experten-Delegation, bestehend aus vier Frauen.

Was passiert? Als das Buffet eröffnet wird, lassen die Frauen wie selbstverständlich die Männer vor. Nach dem Mittagessen dann quetschen sie sich – ganz freiwillig – wie Zuschauer an den Rand des Konferenzraums, während die Männer in der Mitte Platz nehmen.

Diese Anekdote aus der Facebook-Zentrale ist für Sandberg, Nummer zwei des Internet-Konzerns, eine Schlüsselszene. „Das war ein Moment, in dem ich Zeuge wurde, wie interne Barrieren das Verhalten von Frauen verändern können“, schreibt die 43-Jährige in ihrem umstrittenen Buch „Lean in“ – und sieht eine ihrer zentralen Thesen bewiesen: „Ständig unterschätzen wir uns selbst“.

„Lean in“ (zu Deutsch: „Häng` Dich rein“) ist an diesem Montag in den USA auf den Markt gekommen, und es schlägt ein wie wohl selten ein Sachbuch über die Rolle der Frau: Zeitungen, Online-Seiten und TV-Sender berichten seit Wochen darüber, und noch vor Erscheinen schoss das Werk beim Online-Händler Amazon auf Platz eins der US-Bestsellerliste. In Deutschland soll es am 19. April erscheinen.

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    Sandberg ist auch nicht irgendwer: Mutter zweier Kinder, Harvard-Absolventin, Weltbank-Expertin, mit Ende 20 Stabschefin des damaligen Finanzministers Larry Summers, dann Top-Managerin bei Google und schließlich Mark Zuckerbergs rechte Hand bei Facebook. Und nun schickt sie sich an, Anführerin einer neuen feministischen Bewegung zu werden.

    Zu zaghaft, zu viele Zweifel
    Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
    20 Kommentare zu "Facebook-Managerin Sandberg rät: Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wow, ich lese gerade die Kommentare zu diesem Artikel und bin otal erchüttert. Ich hätte den Handelsblatt Lesern wirklich mehr Niveau zugetraut. Hat hier auch jemand kostruktive Kritik anzubringen oder das Buch sogar gelesen? An einem ernsthaften Austausch zum Thema wäre ich nämlich sehr interessiert.

      Eine kurze Einschätzung des Buches von meiner Seite (hab es am Wochenende gelesen). Empfehlenswert für Leser, die sich bisher nicht allzu intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Insbesondere für Frauen in Deutschland, die bisher allzu oft den vermeintlich "leichteren" Weg des beruflichen Rückzugs oder gar Ausstiegs wählen, wenn die Luft dünner wird. Aber auch für alle Vorgesetzten, die Frauen im Job das Leben - bewuss oder unbewusst - jeden Tag ein bisschen schwerer machen. Ich unterstütze Sandbergs Herangehensweise "Die Frauen müssen sich reinhängen" wünsche mir aber gleichzeitig, dass die Unternehmen dies auch zulassen. Leide ist bisher insbesondere bei jüngeren Frauen, die noch die "Gefahr" bergen Kinder zu bekommen, eher das Gegenteil zu beobachten. So sagt es die Sttisktik undso erlebe ich es selbst im Beruf und im Freundeskreis.

    • Danke!
      Jeder für sich ist sehr nett, da will ich echt mal ein Kompliment auspacken.

      Aber in der Gruppe ist das nicht zu aushalten.

    • @Milvus

      "Ich befinde mich in einem Team mit 90% Damen"

      Mein aufrichtiges Beileid.

    • @Gebbi

      Richtig. Zusätzlich schnautze ich Frauen genauso an wie Männer, wenn sie unfreundlich zu mir sind. Einen Frauen-Höflichkeits-Bonus gibt es bei mir schon seit 20 Jahren nicht mehr.

    • Frauen, fahrt die Ellbogen bitte wieder ein.
      Ich befinde mich in einem Team mit 90% Damen. Ich finde Ihr seid schlimmer, als die männlichen Kollegen.

    • Kommentare zu: Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!
      ------------------------------------------------
      Wenn alle Chefinnen so aussehen würden, wie diese mit ihrem anmaßenden und aggressiven Gesicht, dann: Gute Nacht. Mit so einer Frau würde ich niemals zusammenarbeiten, niemals!

    • Genau so ist es, hier eine kleine Zusammenfassung von G. Carlin:

      I’d like to talk about some things that bring us together, things that point out our similarities instead of our differences cause that’s all you ever hear about in this country is our differences. That’s all the media and the politicians are ever talking about: the things that separate us, things that make us different from one another. That’s the way the ruling class operates in any society: they try to divide the rest of the people; they keep the lower and the middle classes fighting with each other so that they, the rich, can run off with all the fucking money. Fairly simple thing… happens to work. You know, anything different, that’s what they’re gonna talk about: race, religion, ethnic and national background, jobs, income, education, social status, sexuality, anything they can do to keep us fighting with each other so that they can keep going to the bank.

      Teile und herrsche, Menschen wie Frau Sandberg die übrigens Mitglied im "big club " sorgen dafür das die Gesellschaft einen möglichst hohen Grad der Polarisierung erfährt durch eine Zersetzung der natürlichen sozialen Strukturen.

      So kann die Dame dann in aller Ruhe lange Finger machen- Entschuldigung - ich meine ihr Milliarden "Gehalt" einstreichen und so gut wie keine Steuern zahlen.

    • die thesen die hier im artikel von Sandberg seite aufgeführt werden sind doch das übliche feministische einerlei.

      nichts neues unter der sonne also.

      im grunde zwingt es frauen eine bestimmte lebensweise auf, wenn frau sich aus wichtigen gründen anders entscheidet und ihr z.b. familie/kinder wichtiger sind dann wird das, in der öffentlichen diskusion, umgehend als benachteiligung interpretiert obwohl frauen hier mehr wahlfreiheit haben als männer. es wird vollkommen ignoriert das für menschen etwas anderes als geld/karriere lebensglück und zufriedenheit eben ein erfülltes leben bedeuten könnte.

      es ist dringend notwendig hier die fakten neu zu hinterfragen.
      also die fakten gegen die gendertheorie zu stellen.
      im link http://tinyurl.com/bv4o5rt wird genau das gemacht.

      ich würde mir wünschen das die redaktion vom handelsblatt sich kritischer mit dem thema gleichberechtigung auseinandersetzt also mal fragt ob die erklärungsmuster wirklich belastbar sind oder einfach nur eine folge eines bestimmten weltbildes sind indem männer quasi immer schlud sind und frauen immer die opfer...

    • Weil es zu wenig billige Ingenieure gibt.

    • So sollte doch die streitbare Sheryl mehr ihren 'common
      sense' benutzen und nicht gerade in die schlechtesten
      Gewohnheiten ihrer männlichen Kollegen verfallen und
      eines der primitivsten Methoden des Ellenbogenaus-
      fahrens fordern.
      Weibliche Cleverness demonstriert sich nicht in der An-
      nahme der schlechten Gewohnheiten der Männer, wie man
      z.B. an dem Verhalten einer Viviane Reding aus Brüssel
      sehen kann, die meint durch männliches Getöse irratio-
      nale Forderungen einer Frauenquote durchsetzen zu wol-
      len, ohne die Qualifikation für die entsprechenden
      Positionen in Betracht zu ziehen. Ein solches Ver-
      halten schadet nur, was den weiblichen Bestrebungen
      nach einer Behauptung im Berufsleben im Umgang mit
      Menschen nur schaden kann!

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