Fahrdienst-App Ex-EU-Kommissarin berät jetzt Uber

Die rasante Expansion von Uber löste in vielen Ländern Konflikte mit Behörden aus. Nun hat der Fahrdienst-Vermittler ein neues Beratungsgremium für politische Fragen ins Leben gerufen. Das ist prominent besetzt.
Kroes war in der EU-Kommission für Wettbewerb und digitale Reformen zuständig. Quelle: dpa
Neelie Kroes

Kroes war in der EU-Kommission für Wettbewerb und digitale Reformen zuständig.

(Foto: dpa)

San FranciscoDer umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber hat die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes in ein neues Beratungsgremium für politische Fragen geholt. Unter den weiteren sieben Mitgliedern sind der frühere US-Verkehrsminister Ray LaHood und ein Ex-Regierungschef aus Peru. Die Berater sollen sich zwei Mal pro Jahr treffen und werden mit Uber-Aktien vergütet, sagte ein Sprecher dem Finanzdienst Bloomberg am späten Mittwoch. Ihren Wert nenne das Unternehmen nicht.

Die rasante internationale Expansion von Uber löste in vielen Ländern Konflikte mit Behörden und der Taxi-Branche aus, die dem Start-up aus San Francisco unfairen Wettbewerb vorwerfen. Auch in Deutschland gab das Unternehmen auf großen Druck hin sein Angebot UberPop auf, bei dem Privatleute Fahrgäste mit ihren Autos beförderten. Die Firma, die Milliarden bei Investoren einnahm, betont zugleich, dass ihre Plattform die Verkehrslage in Städten entlasten und die Umwelt schonen könne.

In diesen Großstädten ist Taxifahren am teuersten
Platz 10: Hannover
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In rund 80 Prozent der deutschen Tarifgebiete hat die Einführung des Mindestlohns zu einer Erhöhung der Taxigebühren geführt. Nicht nur die Grundgebühr, sondern auch die Kilometerpreise sind angestiegen. Das ergibt eine aktuelle Untersuchung der Taxi-Bestell-App mytaxi, die einen Überblick über die zehn teuersten Taxi-Städte gibt. Gelistet wird nach dem Preis für eine durchschnittliche Fahrt durch die Innenstadt von sechs Kilometern Länge. Auf Platz zehn landet Hannover, die Hauptstadt Niedersachsens. Die Grundgebühr für eine Taxifahrt beträgt hier 3,20 Euro. Pro Kilometer zahlen Fahrgäste noch einmal 1,90 drauf. Damit liegen die Kosten für sechs Kilometer bei 14,60 Euro.

Quelle: mytaxi

Platz 9: Dresden
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In Dresden ist die Fahrt mit einem Taxi minimal teurer: Für eine Strecke von sechs Kilometern müssen Fahrgäste insgesamt 14,70 Euro zahlen, um auf öffentliche Verkehrsmittel oder die Fahrt mit einem eigenen Pkw verzichten zu können. Der Kilometerpreis liegt hier bei 1,80 Euro, die Grundgebühr beträgt 3,90.

Platz 8: Köln
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Auch in der Rheinmetropole hat die Fahrt mit dem Taxi seinen Preis: Um sechs Kilometer nach Hause kutschiert zu werden, müssen die Kölner 14,90 Euro springen lassen. Der Tarif ergibt sich aus einer Grundgebühr von 3,50 Euro und einem Preis von 1,90 Euro pro Kilometer.

Platz 7: Frankfurt
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Unter 15,50 Euro kommen Taxi-Fahrgäste bei einer Strecke von sechs Kilometern in Frankfurt nicht weg. Zwei Euro pro Kilometer und eine Grundgebühr von 3,50 Euro sind hier pro Fahrt zu entrichten.

Platz 6: Hamburg
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2,10 pro Kilometer zahlen Kunden für eine Taxifahrt in Hamburg. Hinzu kommt eine Grundgebühr von 3,20 Euro. Das ergibt einen Gesamttarif von 15,80 Euro für sechs Kilometer und Rang sechs im Ranking.

Platz 5: Berlin
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Noch etwas mehr – nämlich 15,90 Euro – muss man in Berlin in die Hand nehmen, um sechs Kilometer mit dem Taxi gefahren zu werden. Der Kilometerpreis beträgt hier zwar nur zwei Euro, die Grundgebühr liegt dafür aber schon bei 3,90 Euro. Damit ist die Hauptstadt die fünftteuerste Taxistadt Deutschlands.

Platz 4: Essen
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Wer gedacht hat, im Ruhrgebiet sei Taxifahren vergleichsweise günstig, liegt falsch. Das zumindest zeigen die Tarife in Essen, die bei insgesamt 16 Euro inklusive der Grundgebühr von vier Euro liegen. Pro Kilometer zahlen Fahrgäste zwei Euro. Ganz in der Spitzengruppe fehlen jedoch sonst recht teure Städte wie Stuttgart und München – beide liegen im Taxi-Ranking außerhalb der Top Ten.

Kroes war in der EU-Kommission für Wettbewerb und digitale Reformen zuständig. Sie hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach das Vorgehen von Behörden gegen Uber als innovationsfeindlich kritisiert. Uber müsse noch viel lernen, sagte Kroes der „Financial Times“ jetzt. „Uber muss anders kommunizieren. Sie müssen berücksichtigen, dass es kulturelle Unterschiede gibt. Nicht denken, dass alle einen angreifen.“

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  • dpa
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