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Falsche Diagnosen Arzt haftet nicht in allen Fällen

Für falsche Diagnosen müssen Ärzte nicht immer geradestehen. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts München (1 U 2149/06).

Ein 34-Jähriger hatte am frühen Morgen Schwindelanfälle, Brechreiz, Durchfall und Schmerzen in der Brust, seine Frau rief deshalb den Notarzt. Dieser konstatierte eine Darmgrippe und hielt einen Krankenhausbesuch für unnötig. Drei Stunden später fand die Frau ihren Mann leblos am Boden: Herzinfarkt.

Der Notarzt reanimierte zwar, aber der Patient trug Hirnschäden davon. Er klagte auf 207 000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld: Wenn der Arzt morgens den Infarkt erkannt hätte, wäre der Herzstillstand vermeidbar gewesen. Doch für die Richter war die Fehldiagnose "verzeihlich". Die Symptome Durchfall und Erbrechen sowie das Alter des Patienten hätten gegen einen Infarkt gesprochen. Die Schlussfolgerung des Arztes sei deshalb vertretbar.

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