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Fiat-Manager Cesare Romiti: Giovanni Agnellis rechte Hand ist tot

Der frühere Fiat-Präsident galt als Vertrauter von Konzernpatriarch Giovanni Agnelli. Romiti galt in Italien als Symbol einer ganzen Manager-Generation.
18.08.2020 Update: 18.08.2020 - 15:05 Uhr Kommentieren
Bei Fiat wird dem Automanager eine erfolgreiche Sanierung des Konzerns als Erfolg zugerechnet. Quelle: dpa
Cesare Romiti

Bei Fiat wird dem Automanager eine erfolgreiche Sanierung des Konzerns als Erfolg zugerechnet.

(Foto: dpa)

Rom Im Alter von 97 Jahren ist einer der ehemals einflussreichsten Manager der italienischen Wirtschaftsgeschichte gestorben. Der gebürtige Römer Cesare Romiti war ein Vierteljahrhundert bei Fiat – erst ab 1976 als CEO und dann von 1996 bis 1988 als Vorsitzender des Verwaltungsrats. In dem Amt folgte er auf den Fiat-Patriarchen Gianni Agnelli.

Romiti wurde in Italien nur „die rechte Hand des Advokaten“ genannt. Der Advokat war der Spitzname Agnellis, der 2003 starb. Romiti hatte das volle Vertrauen Agnellis. Nach der Zeit bei Fiat arbeitete er als Verwaltungsratsvorsitzender beim Verlag RCS, der die größte italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ herausgibt.

In seiner Amtszeit – lange vor der Entstehung des heutigen Konzerns FCA durch die Übernahme von Chrysler im Jahr 2014 – musste Romiti den kriselnden Autobauer in Turin sanieren und in der Ölkrise ein Sparprogramm durchsetzen.

Dazu gehörten 14.000 Entlassungen, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit den von den Linksparteien unterstützten Gewerkschaften in einem politisch aufgeheizten Klima führte. Doch Romiti setzte sich am Ende durch – und er brachte Fiat wieder in die Gewinnzone.

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    Dem Manager aus einfachen Verhältnissen, der bestens in der Politik verdrahtet war, wurden als Charaktereigenschaften herausragende Intelligenz, ein starker Wille und harte Verhandlungsführung nachgesagt. Staatspräsident Sergio Mattarella nannte ihn in einem Kondolenzschreiben am Dienstag den „Protagonisten einer kontroversen Phase des italienischen Kapitalismus“

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