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Finanzämter arbeiten immer selektiver Baugeld beantragt – Bußgeld bekommen

Hermann G. und seine Frau waren glücklich. Das Eigenheim war gekauft, ein Grundstück im Grünen vor der Toren der Stadt dazu. Die Diskussion über das Abschaffen der Eigenheimzulage war egal, war der Kauf doch noch im Jahr 2002 erfolgt. Nun ging es nur noch darum, den Antrag auf Eigenheimzulage einzureichen. Unterlagen über die Finanzierung hatten sie beigefügt. Alles lief planmäßig - bis zu dem Tag, an dem das Finanzamt auf den Antrag reagierte.
  • Gregor Nöcker

HB MÜNSTER. Groß war nämlich die Überraschung des Ehepaars, als nicht sofort der Eigenheimzulagebescheid kam, sondern Post vom Finanzamt. Der Finanzbeamte wollte wissen, ob der Kaufpreis tatsächlich nur 300 000 Euro betragen hätte oder ob weitere Gelder geflossen seien.

Was war geschehen? Die Eheleute hatten in der Anlage angegeben, dass der Kaufpreis von 300 000 Euro durch zwei Hypothekendarlehen über 200 000 Euro und 100 000 Euro finanziert worden sei. "Ungewöhnlich" fand das der Finanzbeamte. Angesichts der Tatsache, dass eigengenutzte Immobilien in der Regel nicht voll fremdfinanziert würden, bitte er um Darlegung der Finanzierung des Objektes durch Vorlage einer Bankbestätigung. Die Eheleute G. waren empört und antworteten nicht. Wenig später sahen sie sich dann dem so genannten Flankenschützer des Finanzamtes gegenüber - einem Sachbearbeiter der Steuerfahndung.

Im weiteren Verfahren stellte sich dann heraus, dass das Objekt tatsächlich 350 000 Euro gekostet hatte. Im Einvernehmen mit dem Verkäufer, der nichts gegen eine "Zuzahlung" in bar hatte, war ein Teil des DM-Schwarzgeldes der Eheleute noch kurzfristig "umgetauscht" worden. Auch bot sich für das Ehepaar so die Gelegenheit noch etwas Grunderwerbsteuer (1 750 Euro) zu sparen.

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