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Firmen-Aufseher Chairman verzweifelt gesucht

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Viele dieser unabhängigen Direktoren sind nun allerdings diskreditiert, weil sie eben nicht genau hingeschaut haben. Tom McKillop etwa, der Ex-CEO des Pharmakonzerns Astra Zeneca, bekommt als Ex-Chairman der RBS den Volkszorn auf die Banker zu spüren. Frustriert hat er sich jetzt darum auch aus dem Board von BP zurückgezogen - seine Karriere als Aufseher dürfte beendet sein. Das trifft auch auf viele Banker zu, die traditionell einen guten Teil der unabhängigen Direktoren stellen - auch darum schrumpft der Talentpool.

Kehrseite der Medaille ist, dass bewährte Kontrolleure immer mehr zu tun bekommen. Michael Rake ist so einer. Der mit ruppigem Charme ausgestattete Ex-Chef der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG ist bereits als Chairman von BT und als Direktor bei Barclays und McGraw-Hill aktiv, berät die Regierung als Leiter der Kommission für Arbeit und Fortbildung, formuliert Transparenzregeln für die Private-Equity-Branche und hält unzählige andere Posten in Wirtschaft und Wissenschaft. Bald wird der 61-Jährige wohl noch Chairman von Easyjet, wo er zwischen dem Vorstand und dem schwierigen Großaktionär und Gründer Stelios Haji-Ioannou vermitteln soll.

Auf Sutherland kommt also eine große Aufgabe zu. Schließlich muss er nicht nur einen Nachfolger für sich selbst finden, sondern auch für McKillop und für Vize-Chairman Ian Prosser und für Erroll Davies, die beide nach zehn Jahren im Board zur Ablösung anstehen. Noch dazu muss er selber am Donnerstag mit Gegenstimmen rechnen. Die kleine, aber lautstarke Anleger Pensions Investment Research Consultants-Beratungsfirma hat ihren Kunden empfohlen, gegen Sutherland zu stimmen. Nicht wegen seiner Leistung bei BP, sondern weil auch er einmal im Board der Pleitebank RBS saß. Das macht doch alles keinen Spaß mehr: Sutherland hat schon angekündigt, dass er nach BP keinen neuen Chairman-Posten mehr will. Wieder einer weniger im Pool.

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