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Frank Mastiaux Mit Diplomatie und Fingerspitzengefühl

Eine heikle Aufgabe wartet auf Frank Mastiaux. Der neue EnBW-Chef muss dem Energiekonzern neues Leben einhauchen. Dabei muss er es sowohl rot-grünen Landespolitikern wie auch schwarzen Landräten recht machen.
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Der neue EnBW-Chef Frank Mastiaux. Quelle: dpa

Der neue EnBW-Chef Frank Mastiaux.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/StuttgartDie wichtigste Eigenschaft, die der Aufsichtsrat den Headhuntern von Egon Zehnder in das Anforderungsprofil diktierte, erfüllt der neue Chef des Energiekonzerns EnBW nur zum Teil. Der Neue solle „schwäbisches Understatement“ mitbringen, steht in der siebenseitigen vertraulichen Stellenbeschreibung. Ein Schwabe ist Frank Mastiaux nicht, sondern im Ruhrgebiet, in Essen, geboren. Aber das mit dem Understatement dürfte ihm gelingen. Mastiaux sei zwar sehr eloquent, aber kein Selbstdarsteller, sagt ein langjähriger Weggefährte.

Für seinen neuen Job kann der 48-Jährige viel Fingerspitzengefühl und diplomatisches Talent gebrauchen. Auf Mastiaux wartet schließlich eine heikle Aufgabe: Er muss nicht nur dem durch die Energiewende geschwächten Energiekonzern neue Stärke und neue Perspektiven geben. EnBW muss rasch den Wandel vom Atom- zum grünen Vorzeigekonzern schaffen. Mastiaux muss es vor allem vielen recht machen: rot-grünen Landespolitikern ebenso wie schwarzen Landräten. Das Unternehmen gehört zur Hälfte dem Land Baden-Württemberg und dem Zweckverband Oberschwäbischer Elektrizitätswerke (OEW).

Und auch die Arbeitnehmervertreter werden den zwingend nötigen Sanierungskurs kritisch begleiten. Der scheidende Chef Hans-Peter Villis hatte zwar die Landräte und die Mitarbeiter auf seiner Seite, aber die Landesregierung gegen sich.

Mastiaux’ Referenzen konnten die Vertreter beider Aktionäre aber ebenso überzeugen wie die der Arbeitnehmer, bei denen er sich am vorletzten Samstag – seinem Geburtstag – vorstellte. Am vergangenen Freitag wurde er nun für fünf Jahre bestellt. Im Oktober dieses Jahres löst er Villis ab. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber, Eon, hört er direkt auf – legt aber eine Karenzzeit ein.

Bei Eon hat der Chemiker in den vergangenen Jahren erfolgreich, aber eher im Hintergrund gearbeitet. Der breiteren Öffentlichkeit ist er deshalb kaum bekannt, obwohl er zwei entscheidende Projekte verantwortete.

Der damalige Vorstandschef Wulf Bernotat hatte ihn 2007 vom britischen Weltkonzern BP geholt, um die größte strategische Lücke zu schließen: Mastiaux wurde Chef der neuen Tochter für erneuerbare Energien und sollte Eon endlich ein grünes Standbein schaffen. Mit Erfolg: Unter Mastiaux’ Leitung investierte Eon Milliarden beispielsweise in Windparks in Großbritannien, Spanien und den USA.

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