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Frankfurter Richterspruch Urteil regelt Haftung bei EC-Kartendiebstahl

Selbst wenn der Dieb mit Karte und Geheimzahl Geld abhebt, muss nicht immer der Kunde dafür gerade stehen. Das hat das Frankfurter Amstgericht jetzt entschieden. Vielmehr ist der Kunde nur verantwortlich, wenn der Dieb nachweisbar die Originalkarte, und keine Kopie benutzt hat.

FRANKFURT. Ein Bankkunde muss nicht zwangsläufig für eine Barabhebung mit seiner gestohlenen EC-Karte unter Verwendung der Geheimnummer haften. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor. Der Kunde haftet demnach nur, wenn nachgewiesen ist, dass die Abhebung unter Verwendung der Originalkarte und nicht etwa einer Doublettenkarte erfolgt ist (Az.: 30 C 1774/06-45).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Bankkunden statt, dem nach eigenen Angaben in Spanien seine EC-Karte gestohlen worden war. Später hoben Unbekannte 1 000 Euro unter Verwendung der Pin-Nummer ab. Der Kläger behauptete, er habe seine Geheimnummer nicht mit nach Spanien genommen. Sie müsse schon vorher ausgespäht worden sein.

Der Frage, ob der Kläger die Pin-Nummer nicht ordnungsgemäß verwahrt hatte, maß das Amtsgericht im Gegensatz zur Bank keine Bedeutung bei. Maßgebend für die Einstandspflicht der Bank sei allein, dass nicht feststehe, ob das Geld mit der Originalkarte abgehoben worden sei.

dpa

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