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Franz Fehrenbach löst Hermann Scholl ab Generationswechsel bei Bosch

Heute übergibt Hermann Scholl, 68, seit zehn Jahren Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Stuttgarter Robert Bosch GmbH, den Stab an seinen Nachfolger Franz Fehrenbach, 53.
  • Andrea Jocham (Handelsblatt)

STUTTGART. Wie es dem Stil des Hauses entspricht, wird es keine große Feier geben, sondern nur ein Abendessen nach der Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsratssitzung.

Allerdings wird Scholl, fünfter Chef des 1886 gegründeten Konzerns, weiterhin aus dem Hintergrund Einfluss auf die Geschicke des Unternehmens nehmen. Der Ingenieur, unter dessen Ägide Bosch den Umsatz auf rund 35 Milliarden Euro verdoppeln konnte, soll den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen.

Noch wichtiger ist seine Funktion als persönlich haftender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG, die er behält. Sie ist das eigentliche Machtzentrum. Die Industrietreuhand besitzt zwar nicht einmal ein Prozent der Anteile. Bei ihr liegen aber 93 Prozent der Stimmrechte. Die Robert Bosch Stiftung (92 Prozent der Anteile) nimmt hingegen keinen Einfluss auf die Firmenpolitik.

Scholl überlässt seinem Nachfolger nicht nur finanziell ein gut bestelltes Haus. Bosch hat sich unter seiner Führung auch mit neuen Produkten wie Diesel-Einspritzsystemen oder dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP weltweit Spitzenpositionen erarbeitet.

Bei Bosch steht aber nicht nur der Übergang von Scholl auf Fehrenbach an. Es findet ein umfassender Generationswechsel statt. Vize-Chef und Arbeitsdirektor Tilman Todenhöfer, 59, scheidet zum Jahresende aus der Geschäftsführung aus, wird aber künftig ebenfalls persönlich haftender Gesellschafter der Industrietreuhand. Scholl und Todenhöfer haben schon in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet. Außerdem wird Todenhöfer ab Januar neuer Stiftungskommissar der Carl Zeiss Stiftung.

Stellvertreter Fehrenbachs wird Forschungschef Siegfried Dais, 55. Eine wichtige Rolle übernimmt zudem Bernd Bohr, 46. Er war bisher schon als Geschäftsführer für Teile der bedeutendsten Sparte Kraftfahrzeugtechnik zuständig. Künftig wird er den gesamten Bereich verantworten.

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