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Früherer EADS-Chef Gallois wird Aufpasser bei Autobauer PSA

PSA Peugeot Citroën hat den früheren EADS-Chef Gallois in seinen Aufsichtsrat berufen. Damit folgt der angeschlagene Autobauer einer Bedingung der französischen Regierung für milliardenschwere Staatsgarantien.
18.12.2012 - 20:31 Uhr Kommentieren
Der frühere EADS-Chef Louis Gallois. Quelle: AFP

Der frühere EADS-Chef Louis Gallois.

(Foto: AFP)

Paris Die sozialistische Regierung in Frankreich vertraut dem früheren Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Louis Gallois, eine neue, heikle Aufgabe an: Er wird der Regierungsvertreter im Aufsichtsrat des angeschlagenen Autobauers PSA Peugeot Citroën, der mit seiner Zustimmung eine Bedingung für Staatshilfen erfüllt. Der Regierungsbeauftragte für Investitionsfragen wird nach Unternehmensangaben vom Dienstag bereits an der nächsten Sitzung des Kontrollgremiums teilnehmen. Die offizielle Aufnahme soll bei der Hauptversammlung am 24. April beschlossen werden.

Der PSA-Konzern leidet wie der deutsche Hersteller Opel extrem unter seiner Abhängigkeit vom schrumpfenden europäischen Markt und will deswegen mehr als 8000 Arbeitsplätze abbauen. Um die Zukunft der auf Fahrzeugkredite spezialisierten Finanzsparte sicherzustellen, muss das Unternehmen zudem auf staatliche Garantien in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro setzen.

Wegen der geplanten Stellenstreichungen war es im Sommer aber zu einer harten Konfrontation zwischen der Unternehmensführung und der sozialistischen Regierung in Paris gekommen. Gallois gilt als Kritiker von Diesel-Fahrzeugen, die PSA lange favorisierte. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Diesel-Abgase als krebserregend eingestuft.

Der frühere EADS-Chef hatte kürzlich mit seinem Bericht für die Regierung zur Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft für Schlagzeilen gesorgt. So hatte er eine Senkung der Sozialabgaben um 20 Milliarden Euro empfohlen. Die Regierung legte daraufhin einen "Wettbewerbspakt" vor, der unter anderem Steuererleichterungen für Unternehmen von 20 Milliarden Euro vorsieht.

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    Als Gegenleistung für die staatliche Hilfe akzeptiert PSA einen Dividendenstopp und eine unabhängige Überwachung der Sanierungsbemühungen. Letztere soll unter anderem durch die Aufnahme von Gallois in den Aufsichtsrat sichergestellt werden. Der 68-Jährige war von 2007 bis 2012 alleiniger Chef des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, zuvor führte er unter anderem die französische Staatsbahn SNCF. 

     


    • afp
    • dpa
    • rtr
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