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Fußball-Club Abramowitsch stellt angeblich FC Chelsea zum Verkauf – Microsoft-Mitgründer Allen scheint interessiert

Der russische Oligarch Abramowitsch will sich laut Medienberichten nach 15 Jahren von FC Chelsea trennen. Ein Angebot soll er bereits abgelehnt haben.
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Der russische Oligarch hatte es zuletzt nicht ganz einfach in London. Quelle: AP
Roman Abramowitsch

Der russische Oligarch hatte es zuletzt nicht ganz einfach in London.

(Foto: AP)

New YorkSeit 15 Jahren ist der russische Oligarch Roman Abramowitsch Eigentümer des britischen Premier-League-Clubs FC Chelsea. Doch seit kurzem mehren sich die Gerüchte, dass diese Liaison bald zu Ende sein könnte.

Trotz wiederholter Dementis vonseiten des Vereins, denkt der Multimilliardär offenbar über einen Verkauf des Champions-League-Siegers von 2012 nach. Laut Medienberichten hat er einen Preis von drei Milliarden Pfund (3,37 Milliarden Euro) aufgerufen. Trotz des stolzen Betrags für den in den vergangenen 15 Jahren meist defizitären Club soll es potenzielle Käufer geben.

Unter anderem berichtete „The Mirror“ auf seiner Webseite, dass Microsoft-Mitgründer Paul Allen Interesse an dem Londoner Club bekundet haben soll. Unter Verweis auf einen Twitter-Eintrag schreibt die Zeitung, dass sich Allen mit dem Fußball-Agenten und Abramowitsch-Vertrauten Pini Zahavi im September in New York getroffen habe, um Möglichkeiten eines Kaufs auszuloten.

Allen besitzt unter anderem bereits Teams in der amerikanischen Football-Liga NFL und der US-Basketballliga NBA. Um bei Chelsea tatsächlich den Zuschlag zu erhalten, müsste der Amerikaner auf jeden Fall mehr bieten als 2,3 Milliarden Pfund. Das war die Summe, die zuvor laut Medienberichten von Großbritanniens vermögendstem Bewohner, Sir Jim Ratcliffe, für die „Blues“ geboten worden sein soll. Abramowitsch lehnte ab.

Der Microsoft-Mitgründer mag Sportvereine. Quelle: AP
Paul Allen

Der Microsoft-Mitgründer mag Sportvereine.

(Foto: AP)

Egal wo sich der Kaufbetrag letztendlich einpendeln wird: Für Abramowitsch dürfte sich ein Verkauf zwischen 2,3 und 3 Milliarden Pfund lohnen. Im Sommer 2003 übernahm er Chelsea für etwa 160 Millionen Euro. Im Laufe der Jahre soll er rund 1,2 Milliarden Euro zusätzlich in den Club investiert haben.

Käme es zu einem Verkauf in dieser Größenordnung, wäre das ein neuer Rekord. Bislang teuerster Fußball-Club ist mit 900 Millionen Euro Manchester United. Soviel zahlte 2005 der amerikanische Geschäftsmann Malcolm Glazer.

Abramowitsch hatte zuletzt Probleme, sein Investorenvisum für Großbritannien zu verlängern. Das Verhältnis zwischen der Insel und Russland ist angespannt, seit der russisch Ex-Spion Sergej Skripal im britischen Ort Salisbury vergiftet wurde. Die Regierung in London macht Moskau für den Anschlag verantwortlich. Die Russen streiten das ab.

Abramowitsch entschied sich daraufhin, seinen Visaantrag zurückzuziehen. Ende Mai wurde bekannt, dass er die israelische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Damit kann er weiterhin nach Großbritannien einreisen, das Arbeiten dort ist ihm aber nicht gestattet. Nur kurz darauf teilte der FC Chelsea mit, dass der geplante Neubau des Stadions an der Stamford Bridge auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt werde. Die Begründung: das „derzeit ungünstige Investitionsklima“.

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