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Gehaltseinbußen GM-Chef Wagoner verdient weniger

Rick Wagoner, Chef von General Motors (GM), bekommt die Krise des größten Autokonzerns der Welt jetzt auch in der eigenen Tasche zu spüren. Nach GM-Angaben gingen die Bezüge des Spitzenmanagers im vergangenen Jahr um satte 43 Prozent zurück. Wagoners Entgelt, das sich vor allem aus einem festen Gehalt und einem Bonus zusammensetzt, schrumpfte auf 4,8 Millionen Dollar – von 8,5 Millionen Dollar im Vorjahr.
  • Die Krise des US-Autokonzerns lässt Gehälter des gesamten Managements sinken.

DETROIT. Sein Einkommensverlust fiel damit noch ein wenig drastischer aus als der des übrigen Vorstands, dessen Bezüge durchschnittlich um 37 Prozent sanken. Die Gehaltseinbußen sind ein Spiegel der dramatischen Situation des US-Konzerns, der in einer der größten Krisen seiner Unternehmensgeschichte steckt. Seit Jahren verliert der Autobauer auf dem Heimatmarkt an Boden. Für das erste Quartal dieses Jahres musste GM mit 1,1 Milliarden Dollar unlängst den höchsten Quartalsverlust seit zehn Jahren verkünden.

Andere Chefs angeschlagener Konzerne arbeiteten in der Vergangenheit sogar demonstrativ zeitweise ohne Bezüge. So startete Lee Iacocca 1979 als Lenker des kurz vor der Pleite stehenden Autoherstellers Chrysler mit dem symbolischen Gehalt von einem Dollar. Wagoner verzichtete zwar auf eine solche Geste, setze aber dennoch ein Signal. Erst vor kurzem kaufte er für rund 1,5 Millionen Dollar GM-Aktien. Er begründete dies mit seinem Vertrauen in die langfristigen Perspektiven des Konzerns.

Für Rick Wagoner geht es längst um mehr als sein Jahresgehalt. Reißt er nicht bald das Ruder herum, steht sein Job auf der Kippe.

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