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Geistiges Eigentum Deutschland fällt zurück, ist aber bei einigen Top-Patenten überraschend führend

Geht es um erstklassige Patente, die Innovation und Gewinn versprechen, holt China rasant auf. Nur in wenigen Branchen spielt Deutschland vorn mit.
03.06.2020 - 09:08 Uhr 13 Kommentare
Im Rennen um Technologieführerschaft gerät Deutschland gegenüber China zunehmend ins Hintertreffen. Quelle: dpa
Patentamt in München

Im Rennen um Technologieführerschaft gerät Deutschland gegenüber China zunehmend ins Hintertreffen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die USA sind immer noch spitze, doch China erobert eine Branche nach der anderen. Das geht zulasten Deutschlands: Auf diesen Nenner lässt sich das Ergebnis einer umfangreichen Studie der Bertelsmann Stiftung über die Entwicklung, Größe und Stärke nationaler Patente in Asien, Amerika und Europa bringen. Die Ergebnisse, die dem Handelsblatt vorliegen, zeigen, dass sich die internationalen Kräfteverhältnisse mit Blick auf das geistige Eigentum und die Innovationspotenziale der Unternehmen und Volkswirtschaften verschieben – und zwar immer stärker zuungunsten Europas.

Unstrittig dürfte sein, dass Investitionen, Innovationen und Patente eine zentrale Grundlage für den Fortschritt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Volkswirtschaften sind. Das gilt besonders für neue Entwicklungen in wichtigen Zukunftstechnologien wie 3D-Druck, 5G, Künstliche Intelligenz oder Energieumwandlung. Strittig ist, wie sich solche Innovationen und Potenziale messen lassen. Eine der wohl gängigsten Methoden ist es, erfolgreiche Patentanmeldungen in jedem Land und in verschiedenen Branchen zu ermitteln – und daraus ein Ranking zu erstellen.

Der große Nachteil: Masse schlägt dabei oftmals Klasse, denn Patente lassen sich für beinahe jede Erfindung erfolgreich anmelden, egal, ob sie anschließend nutz- und gewinnbringend Verwendung finden oder nicht. Zusammen mit dem schweizerischen Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut Econ Sight haben die Wissenschaftler der Bertelsmann Stiftung deshalb den Fokus auf besonders bedeutsame Patente in 58 Zukunftstechnologien gelegt, den sogenannten Weltklassepatenten.

Bei diesen Weltklassepatenten geht es nur um die oberen zehn Prozent der Patente aus wichtigen Technologiegruppen, die besonders oft bei Patentanmeldungen zitiert und darüber hinaus in vielen Märkten angemeldet wurden. Nur sie versprechen wirklich Erfolg.

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    Bemerkenswert ist die Aufholjagd Ostasiens, wenn es um die qualitativ hochwertigen Patente geht. Die Zeiten, in denen chinesische Wissenschaftler auf Geheiß der Partei zwar Hunderttausende Patente im eigenen Land anmeldeten, um Rekorde zu brechen, ohne dabei wirklich selbst innovativ zu forschen, sind damit vorbei.

    Auch wenn die Vereinigten Staaten in den meisten Zukunftstechnologien immer noch unangefochtener Spitzenreiter sind, haben Südkorea und vor allem China in den vergangenen Jahren einen enormen Sprung nach vorn gemacht: 2019 rangierte China in 42 der 58 untersuchten Technologien unter den drei Ländern mit den meisten Spitzenpatenten. In Bereichen wie Ernährung und Umwelt ist die Volksrepublik bereits führend. 2010 war das Land nicht in einer einzigen Technologie unter den Top drei vertreten, 2000 nicht einmal unter den Top fünf.

    In den wichtigsten Umwelttechnologien hat China nicht nur aufgeholt, sondern die einst führenden USA sogar abgehängt. Beim Recycling hält das Land ein gutes Viertel der Weltklassepatente, die USA landen mit gut 21 Prozent dahinter. Bei der Wasseraufbereitung hat China sich einen Patentanteil von 36 Prozent erkämpft und lässt die USA ebenso mit 22 Prozent zurück.

    Seit 2010 legte die Zahl der chinesischen Weltklassepatente mit einem deutlichen Wachstum von teils über 50 Prozent im Jahresdurchschnitt zu. Ähnlich steile Aufstiegserfolge finden sich auch in den meisten anderen Technologien. In der Blockchain-Technologie hält das Land einen Anteil von 33,5 Prozent und liegt damit knapp hinter den USA mit 35,6 Prozent.

    China verlegt Werkbank nach Deutschland

    Dass Unternehmen in China heute so viel Wert auf Forschung und Entwicklung legen, hängt auch mit der frühen Kooperation mit deutschen Unternehmen zusammen. Zum Beispiel stellte der chinesische Batteriehersteller CATL 2012 Batterien für ein Joint Venture des chinesischen Autobauers Brilliance und des deutschen BMW-Konzerns her und war gezwungen, den hohen Qualitätsanspruch durch kontinuierliche Kontrollen zu sichern.

    Heute arbeitet ein Fünftel der Belegschaft des Konzerns in der Forschung und Entwicklung. Seinen ersten europäischen Standort baut CATL derzeit in Thüringen auf, um ab Anfang 2022 nah an den deutschen Abnehmern Batterien zu produzieren.

    Hier schließt sich der Kreis: China ist nicht mehr die „Werkbank der Welt“, sondern ein chinesisches Unternehmen verlegt eine seiner Werkbänke nach Deutschland – noch dazu mit einer Technologie, bei der Deutschland und Europa den Anschluss verloren haben.

    Der Aufstieg Chinas geht zulasten Kontinentaleuropas. Kein Land verfügt über die meisten Weltklassepatente in einer der 58 betrachteten Technologien. Immerhin, für die Europäische Union als Ganzes reicht es für zwei Spitzenpositionen: bei den Technologien Windkraft und Functional Food. Dabei werden Nahrungsmittel mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen angereichert.

    Hier sind vor allem große Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlé oder Danone immer stärker aktiv. Der frühere Fresenius- und heutige Nestlé-Chef Ulf Schneider trimmt den Schweizer Konzern immer stärker in Richtung gesunde Ernährung, auch weil sich hier höhere Margen erzielen lassen.

    Deutschland bleibt zwar die stärkste europäische Patentmacht, ist breit aufgestellt und schlägt sich gemessen an seiner Einwohnerzahl beachtlich. Doch der Anspruch, eine führende Technologienation zu sein, gerät immer stärker unter Druck.

    Maschinenbau und Autoindustrie etwa treten derzeit bei Investitionen massiv auf die Bremse. Hubert Barth, Deutschlandchef EY

    Die Corona-Pandemie mit dem mehrmonatigen Stillstand in weiten Teilen der produzierenden Wirtschaft dürfte die bedrohliche Situation eher noch verschärfen. „Maschinenbau und Autoindustrie etwa treten derzeit bei Investitionen massiv auf die Bremse“, beobachtet Hubert Barth, Deutschlandchef der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY.

    Gehörte Deutschland 2010 in 47 der 58 Technologien noch zu den drei Nationen mit den meisten Weltklassepatenten, hat sich dieser Anteil 2019 auf 22 Technologien mehr als halbiert. Diese Entwicklung betrifft auch und besonders Deutschlands traditionell starken Bereiche Industrie und Mobilität.

    Zwei Gründe sind wesentlich für die Schwäche Deutschlands verantwortlich, meinen die Studienautoren. Auf der einen Seite hat die chinesische Führung 2015 das Innovationsvorhaben „Made in China 2025“ beschlossen. Was in der Europäischen Gemeinschaft mit den unterschiedlichen Interessen von 27 Nationen vielleicht immer ein Lippenbekenntnis geblieben wäre, lässt sich in einem Einparteienland ohne Wahlen leicht umsetzen.

    Dabei geht es um einen ambitionierten und mit 270 Milliarden Euro subventionierten Plan. Durch gezielte Forschung und Entwicklung in zentralen Wirtschaftszweigen wie Flugzeugbau, Elektromobilität oder Chipproduktion will die kommunistische Partei das Land an die Weltspitze bringen.

    Auf der anderen Seite funktioniert in Ländern wie den USA die Vernetzung samt Forschungskooperationen zwischen Universitäten und großen Unternehmen besser und pragmatischer – ohne Berührungsängste, wie sie in Deutschland zwischen Bildungseinrichtungen und der freien Wirtschaft immer noch vorherrschen.

    Deutschland hat die zweitmeisten Impfstoff-Patente

    Doch die Patentstudie offenbart für Deutschland auch Positives, gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise: eine hohe Innovationskraft im Gesundheitsbereich. In der wichtigen Impfstoff-Technologie ist Deutschland das Land mit den zweitmeisten Weltklassepatenten. Zehn Prozent aller Weltklassepatente in diesem Bereich kommen aus Deutschland. Neben den Impfstoffen hat Deutschland herausragende Expertise in der Erforschung von Krankheiten und der Präzisionsmedizin.

    Deutschlands mit Abstand beste Technologie ist die Windkraft. Hier verfügt es mit über 21,2 Prozent der Weltklassepatente, das sind in absoluten Zahlen 958, über fast so viele wie der Spitzenreiter USA, der auf 991 kommt. Herausragendes Unternehmen ist Enercon aus Aurich. Gut aufgestellt ist Deutschland auch noch im 3D-Druck mit 15 Prozent aller herausragenden Patente.

    Doch in vielen anderen Branchen wie Digitalisierung offenbaren sich große Schwächen, wie der Blick ins Detail belegt. Auch traditionelle und einst starke Zweige wie Mobilität und Industrie geraten unter Druck.

    „Europa braucht ein klares politisches Engagement für eine gemeinsame Initiative“, fordert Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Der Wettbewerb finde nicht innerhalb der europäischen Länder oder ihrer jeweiligen Organisationen statt, sondern komme aus Asien und den USA.

    Vor diesem Hintergrund hält Mohn eine gesamteuropäische Innovationsplattform, umgeben von einem transnationalen Ökosystem, das von staatlichen Budgets und finanziellen Anreizsystemen unterstützt wird, für notwendig. Das wäre „ein klares Zeichen, Innovation als Grundlage für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Volkswirtschaften und Gesellschaften in ihren Ländern ernst zu nehmen“, so Mohn.

    Anlass für solch einen Paradigmenwechsel könne der tiefe Einschnitt infolge der Corona-Pandemie sein. Dadurch ergibt sich jetzt die Chance, gesellschaftliche Prioritäten zu überprüfen und anzupassen. Beispielsweise indem milliardenschwere Konjunkturprogramme, wie sie viele Nationalstaaten und die Europäische Union im Moment verabschieden, in die Förderung von Zukunftstechnologien wie Klimaschutz und Digitalisierung gelenkt werden. „Eine erneute Abwrackprämie ist dafür sicher nicht das beste Mittel“, meint Studienautor Thomas Rausch.

    Der Detailblick offenbart: Deutschland enttäuscht in vielen Branchen, aber nicht überall. Es gibt auch positive Überraschungen:

    Wo Deutschland positiv überrascht
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    Mehr zu: Geistiges Eigentum - Deutschland fällt zurück, ist aber bei einigen Top-Patenten überraschend führend
    13 Kommentare zu "Geistiges Eigentum: Deutschland fällt zurück, ist aber bei einigen Top-Patenten überraschend führend"

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    • Vielleicht das Kind beim Namen nennen? Es ist die deutsche Biotechnologie-Industrie, die uns hier auf die vorderen Plätze bringt. Wenn jetzt die Wachstumfinanzierung mit Venture Capital auch noch stimmen würde, hätten wir nicht zwei Biotechnologie-Unternehmen (BioNTech und Curevac) sondern 200, die international z. B. bei der Impfstoffentwicklung gg. Coronainfektionen mithalten könnten. Ich beziehe mich auf diesen Teil des Textes: "Doch die Patentstudie offenbart für Deutschland auch Positives, gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise: eine hohe Innovationskraft im Gesundheitsbereich. In der wichtigen Impfstoff-Technologie ist Deutschland das Land mit den zweitmeisten Weltklassepatenten. Zehn Prozent aller Weltklassepatente in diesem Bereich kommen aus Deutschland. Neben den Impfstoffen hat Deutschland herausragende Expertise in der Erforschung von Krankheiten und der Präzisionsmedizin."

    • Deutsche Ingenieure waren und sind führend. Der einstige Bundes Verkehrsminister a.D. Prof. G.Krause hat doziert derzeit in Moskau zu den vorhandenen Patenten und Lizenzen, welche einen revolutionären Wandel in der Energienutzung weltweit bewegen werden.neueste Innovationen für die Demokratisierung im Energiesektor welche das System der Energieversorgung durch Grosskraftwerke wandeln wird zu einer mobilen und dezentralen Haushaltsenergieversorgung mit der Neutrino Technologie. Diese revolutionäre Technologie zur emissionsfreien Energienutzung bietet die Neuentwcklung der Neutrinovoltaic, welche die Photovoltaik zukünftig ergänzen und ablösen wird. Denn sie liefert freie Energie 24h x 365Tage ohne Kabel und Steckdose selbstladender NeutrinoGeräte durch die Nutzung von Neutrino-Energy auch ohne Sonnenschein, denn sie lädt in vollkommener Dunkelheit. Ein Überblick über diese fortschrittliche und wettbewerbsfähige Energieerzeugungstechnologie zeigt, dass sich die Neutrinovoltaik - eine Methode zur Erzeugung von elektrischem Gleichstrom unter dem Einfluss von Teilchen des unsichtbaren Strahlungsspektrums - derzeit in der letzten Phase der Umsetzung befindet. Basierend auf dieser Technologie plant die Berliner Neutrino Energy Group, in spätestens 2 Jahren mit der Lieferung von eigenständigen kompakten DC-Stromquellen Neutrino Power Cube® zu beginnen, die kostengünstige und öffentlich zugängliche Materialien verwenden und damit interessante Preisparameter des erzeugten elektrischen Stroms bieten. Vorläufige Berechnungen, die von der Firma bekannt gegeben wurden, erklären den Preis um mindestens 50% günstiger als den Preis, den man für Solarzellenplatten erhält. Darüber hinaus gibt das Unternehmen bekannt, dass die Betriebskosten solcher Quellen gleich Null sind. Eine mobile, dezentrale Haushaltsversorgung mit Neutrino Inside selbstladenden Haushaltsgeräten und E-Autos mit unendlicher Reichweite wird uns noch unabhängiger machen von Grosskraftwerke und CO2 Abgasen.

    • Etwas wagen: Jeder Ingenieur bekommt nach Abschluss des Studiums 10.000 Euro vom Staat geschenkt. Nicht aber die Sozial-Ingenieure aus den Geschwätz-Fakultäten, wie Gender und so.

    • Liegt es vielleicht daran, dass sich Arbeit im Höchststeuerland Deutschland nicht mehr lohnt? Sobald der Verdienst etwas über dem Durchschnitt liegt, kommt der Staat und greift ordentlich zu!

      Der Wohlstandsmotor Deutschlands ist nicht der Beamte oder der Hartz-4-Empfänger. Der Wohlstandmotor ist der Deutsche Mittelstand. Der Deutsche Mittelstand wird momentan gerade an die nächste Generation übergeben. Leider geben viele Unternehmen auf, da die Deutsche Erbschaftsteuer für erfolgreiche Unternehmen viel zu hoch ist! In Deutschland fallen für Ehepartner und Kinder bis zu 30% Erbschaftsteuer an! In Italien nur 1% und in vielen Staaten für Ehepartner und Kinder überhaupt nichts. Österreich erkannte die Kontraproduktivität der Erbschaftsteuer für Ehepartner und Kinder und schuf diese 2008 ab! Wann erkennen das unsere Politiker?

      Vielen mittelständischen Unternehmen brach die Erbschaftsteuer für Ehepartner und Kinder schon das Genick und sehr viele Arbeitsplätze gingen verloren.

      Zwischenzeitlich erkennen viele Mittelständler die im internationalen Vergleich ungerechte Deutsche Erbschaftsteuer und verlagern Unternehmen in das Ausland. Damit verliert Deutschland neben Steuern auch zunehmend sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, Fachkräfte, "know-how" und Kapital!

      In jedem anderen Staat dieser Erde ist die Steuer- und Abgabenlast geringer als in Deutschland, sofern auch Erbschaftssteuer, IHK-Zwangsbeiträge, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Ausgleichsabgaben (Behinderte!) und vieles mehr an Abgaben mit berücksichtigt werden.

      Wie wollen unsere Politiker die großen selbstgemachten Probleme lösen? Mit noch mehr Steuern und Abgaben, die dann größtenteils und großzügig in alle Welt und sogar an feindliche (!) Kulturen verschenkt werden.

      Deutschland braucht einen Wandel. Schnell!

    • Liegt es vielleicht daran, dass sich Arbeit im Höchststeuerland Deutschland nicht mehr lohnt? Sobald der Verdienst etwas über dem Durchschnitt liegt, kommt der Staat und greift ordentlich zu!

      Der Wohlstandsmotor Deutschlands ist nicht der Beamte oder der Hartz-4-Empfänger. Der Wohlstandmotor ist der Deutsche Mittelstand. Der Deutsche Mittelstand wird momentan gerade an die nächste Generation übergeben. Leider geben viele Unternehmen auf, da die Deutsche Erbschaftsteuer für erfolgreiche Unternehmen viel zu hoch ist! In Deutschland fallen für Ehepartner und Kinder bis zu 30% Erbschaftsteuer an! In Italien nur 1% und in vielen Staaten für Ehepartner und Kinder überhaupt nichts. Österreich erkannte die Kontraproduktivität der Erbschaftsteuer für Ehepartner und Kinder und schuf diese 2008 ab! Wann erkennen das unsere Politiker?

      Vielen mittelständischen Unternehmen brach die Erbschaftsteuer für Ehepartner und Kinder schon das Genick und sehr viele Arbeitsplätze gingen verloren.

      Zwischenzeitlich erkennen viele Mittelständler die im internationalen Vergleich ungerechte Deutsche Erbschaftsteuer und verlagern Unternehmen in das Ausland. Damit verliert Deutschland neben Steuern auch zunehmend sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, Fachkräfte, "know-how" und Kapital!

      In jedem anderen Staat dieser Erde ist die Steuer- und Abgabenlast geringer als in Deutschland, sofern auch Erbschaftssteuer, IHK-Zwangsbeiträge, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Ausgleichsabgaben (Behinderte!) und vieles mehr an Abgaben mit berücksichtigt werden.

      Wie wollen unsere Politiker die großen selbstgemachten Probleme lösen? Mit noch mehr Steuern und Abgaben, die dann größtenteils und großzügig in alle Welt und sogar an feindliche (!) Kulturen verschenkt werden.

      Deutschland braucht einen Wandel. Schnell!

    • Solange die Farbe "GRÜN" wichtiger, viel wichtiger ist, als gesunder Menschenverstand,
      ist es nicht überraschend.
      Solange selbsternannte "Experten und Eliten" überall mitmischen wird sich nichts daran ändern.
      Wenn Beamte in ihren Jobs genau so viel Geld bekommen, wie schwer arbeitende
      Mitarbeiter in der Industrie, weshalb dann anstrengen?
      Jüngstes Beispiel: unsere Lehrer. ( nicht Alle)

    • Ist es ein Wunder, wenn die meisten hiesigen Teenager lieber Influencer statt Ingeniere werden wollen...?!

    • Daß Deutschland bei Digitalisierungs-Patenten zurückliegt, ist weder verwunderlich noch beängstigend: Digitalisierung ist zu einem großen Teil Software, und die ist (oder war?) in Deutschland nicht patentfähig.
      Ob sie es inzwischen ist, weiß sogar ich - als ehemaliger vereidigter Sachverständiger auf diesem Gebiet - noch nicht einmal. Denn hier fällt Software unter das wesentlich angemessenere und sinnvolle Urheberrecht ... Symphonien, Romane, Schlager und Bilder lassen sich mit gutem Grund ja auch nicht patentieren
      Aber trotzdem sind die tatsächlichen Schöpfer von Software, ebenso wie die von anderen intellektuellen Produkten, viel besser abgesichert als mit Patenten, die in der Praxis in aller Regel ja nur die Vermarkter und nicht die Erfinder und Gestalter schützen. Was nicht weiter schlimm wäre, denn ein Großteil der Einführungskosten besteht nun einmal aus der Schaffung einer Infrastruktur, der technischen Betreuung und der Vermarktung. Aber in der Praxis steht ohne den Schutz des persönlichen geistigen Eigentums der Urheber oft leider im Regen, mit einer bescheidenen Abfindung, die gerade mal für den Regenmantel reicht.
      Deutschland fährt mit seinem Urheberrecht und seinen Software-Ideen dabei gar nicht einmal schlecht - auch wenn die Produkte dann von Microsoft, Amazon oder Google vermarktet werden und in Patent-Statistiken nicht aufscheinen.

    • Daß Deutschland bei Digitalisierungs-Patenten zurückliegt, ist weder verwunderlich noch beängstigend: Digitalisierung ist zu einem großen Teil Software, und die ist (oder war?) in Deutschland nicht patentfähig.
      Ob sie es inzwischen ist, weiß sogar ich - als ehemaliger vereidigter Sachverständiger auf diesem Gebiet - noch nicht einmal. Denn hier fällt Software unter das wesentlich angemessenere und sinnvolle Urheberrecht ... Symphonien, Romane, Schlager und Bilder lassen sich mit gutem Grund ja auch nicht patentieren
      Aber trotzdem sind die tatsächlichen Schöpfer von Software, ebenso wie die von anderen intellektuellen Produkten, viel besser abgesichert als mit Patenten, die in der Praxis in aller Regel ja nur die Vermarkter und nicht die Erfinder und Gestalter schützen. Was nicht weiter schlimm wäre, denn ein Großteil der Einführungskosten besteht nun einmal aus der Schaffung einer Infrastruktur, der technischen Betreuung und der Vermarktung. Aber in der Praxis steht ohne den Schutz des persönlichen geistigen Eigentums der Urheber oft leider im Regen, mit einer bescheidenen Abfindung, die gerade mal für den Regenmantel reicht.
      Deutschland fährt mit seinem Urheberrecht und seinen Software-Ideen dabei gar nicht einmal schlecht - auch wenn die Produkte dann von Microsoft, Amazon oder Google vermarktet werden und in Patent-Statistiken nicht aufscheinen.

    • Daß Deutschland bei Digitalisierungs-Patenten zurückliegt, ist weder verwunderlich noch beängstigend: Digitalisierung ist zu einem großen Teil Software, und die ist (oder war?) in Deutschland nicht patentfähig.
      Ob sie es inzwischen ist, weiß sogar ich - als ehemaliger vereidigter Sachverständiger auf diesem Gebiet - noch nicht einmal. Denn hier fällt Software unter das wesentlich angemessenere und sinnvolle Urheberrecht ... Symphonien, Romane, Schlager und Bilder lassen sich mit gutem Grund ja auch nicht patentieren
      Aber trotzdem sind die tatsächlichen Schöpfer von Software, ebenso wie die von anderen intellektuellen Produkten, viel besser abgesichert als mit Patenten, die in der Praxis in aller Regel ja nur die Vermarkter und nicht die Erfinder und Gestalter schützen. Was nicht weiter schlimm wäre, denn ein Großteil der Einführungskosten besteht nun einmal aus der Schaffung einer Infrastruktur, der technischen Betreuung und der Vermarktung. Aber in der Praxis steht ohne den Schutz des persönlichen geistigen Eigentums der Urheber oft leider im Regen, mit einer bescheidenen Abfindung, die gerade mal für den Regenmantel reicht.
      Deutschland fährt mit seinem Urheberrecht und seinen Software-Ideen dabei gar nicht einmal schlecht - auch wenn die Produkte dann von Microsoft, Amazon oder Google vermarktet werden und in Patent-Statistiken nicht aufscheinen.

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