Gennadi Timtschenko Sanktionen legen Oligarchen-Jet lahm

Der Privatjet eines russischen Industriellen wird vom amerikanischen Hersteller nicht länger gewartet. Gennadi Timtschenko, ein Vertrauter des russischen Präsidenten Putin, muss auf das Fluggerät verzichten.
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Werbefoto des Herstellers der Gulfstream G650. Der Jet kann annhähernd Schallgeschwindigkeit erreichen. Quelle: PR

Werbefoto des Herstellers der Gulfstream G650. Der Jet kann annhähernd Schallgeschwindigkeit erreichen.

(Foto: PR)

MoskauDie von den USA im Ukraine-Konflikt gegen Russland verhängten Sanktionen zwingen einen der einflussreichsten russischen Industriebarone zum Wechsel seines Verkehrsmittels: Der Hauptaktionär des zweitgrößten russischen Gasförderers Novatek, Gennadi Timtschenko, sagte der Nachrichtenagentur Itar-Tass, er könne seinen Luxusjet nicht länger benutzen. Die Herstellerfirma Gulfstream verweigere die technische Wartung des Flugzeuges.

„Die Sanktionen kommen in den seltsamsten Formen daher. Gulfstream darf weder die Lieferung weiterer Jets mit mir besprechen, noch die Wartung des gegenwärtigen.“ Der Wirtschaftsboss besitzt laut Itar-Tass eine rund 65 Millionen Dollar teure Gulfstream G650.

Timtschenko ist einer der reichsten Geschäftsleute Russlands und gilt als Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Er steht auf einer Sanktionsliste der US-Regierung. Gulfstream ist eine Tochter des US-Unternehmens General Dynamics.

Die teuersten Privatjets der Welt
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Platz 10 - Dassault Falcon 5X- Preis: 33,3 Millionen Euro

Auf der Dubai Air Show wird der kleine Dassault schon vorgestellt, doch sein erster Flug ist erst für das erste Quartal 2015 angepeilt. Mit einer Reichweite von 9630 Kilometern und größeren Fenstern als in den bisherigen Falcon-Versionen soll das Reisen für Geschäftskunden noch komfortabler werden.

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Platz 9 - Embraer Lineage 1000 - Preis: 38,5 Millionen Euro

Bis zu 19 Passagiere finden in den gemütlichen Ledersitzen des brasilianischen Privatjets Platz. Auf Wunsch ist die Lineage 1000 auch in der Exklusivvariante erhältlich. Bis zu fünf Fernseher können in der Kabine installiert werden, im größten der fünf Kabinenteile ist sogar ein Audiosystem und ein 48-Zoll-Bildschirm integriert.

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Platz 8 - Dassault Falcon 7X - Preis: 38,5 Millionen Euro

Insbesondere auf der Langstrecke punktet der dreistrahlige Businessjet. Durch die große Power kann der Falke selbst auf kurzen Startbahnen problemlos abheben. Trotz einer kleineren Kabine als in den Konkurrenzmaschinen von Gulfstream gehört der Falcon 7X zu den Umsatztreibern des Konzerns. Das Design der Kabine stammt aus der Feder von BMW.

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Platz 7 - Gulfstream G550 - Preis: 40,7 Millionen Euro

Der Marktführer dreht bereits seit 2003 seine Runden und wurde seitdem 476 Mal verkauft. Die Maschine lässt sich problemlos als fliegendes Büro einrichten. W-Lan und Satellitentelefon inklusive. Auch das Belüftungssystem der Maschine ist führend in der Branche.

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Platz 6 - Bombardier Global 6000 - Preis: 40,7 Millionen Euro

Während die größen Brüder noch auf sich warten lassen, ist die 6000 bereits auf dem Markt - und punktet mit der größten Kabine in ihrer Klasse. Acht Passagiere und vier Crew-Mitglieder finden an Bord der kanadischen Maschine Platz und können bis zu 11575 Kilometer weit fliegen. Das reicht für einen Flug von Moskau nach Los Angeles.

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Platz 5 - Bombardier Global 8000 - Preis: 48,8 Millionen Euro

Die größere Variante schafft sogar je nach Ausstattung bis zu 19 Passagiere und kommt auf eine Reichweite von 14.630 Kilometer. Auch beim Verbrauch soll der Privatjet neue Maßstäbe setzen. Die Kabine ist in drei Bereiche geteilt.

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Platz 4 - Bombardier Global 7000 - Preis: 50,3 Millionen Euro

Noch exklusiver ist die 7000 der Kanadier. Vier Kabinen im Innenraum, Platz für zehn Passagiere und eine Reichweite von 13520 Kilometern - ein Angebot, das vor allem Kunden auf der arabischen Halbinsel und in Fernost anlocken soll. Die Auslieferung der 7000 und der 8000 ist allerdings erst für 2017 geplant.

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  • dpa
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2 Kommentare zu "Gennadi Timtschenko: Sanktionen legen Oligarchen-Jet lahm"

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  • Gute Nachricht
    Brasilien und andere unabhängige Hersteller werden jubeln über eine so gut PR der US Hersteller. Die Milliardäre dieser Welt werden es sich zukünftig sicher gut überlegen von US-EU Konzernen derartige "Spielzeuge" zu kaufen. Wenn man aus welchen Gründen auch immer auf eine offizielle oder geheime Sanktionsliste der USA gesetzt wird sind Verträge nichts mehr wert. Heutige gute Verbündete könne morgen schon die besten Feinde sein.

  • Der arme Oligarch
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    Jetzt muss er also "Holzklasse" (First Class Linie) fliegen. Und das nur, weil er auf der US-Sanktionsliste steht.
    Sein Luxus-Jet darf nicht mehr starten weil er nicht mehr gewartet wird. Und er ist doch ein enger Vertrauter von Warlord Putin.
    Vielleicht sollte er sich einen Airbus A319 zulegen.
    So luxuriös kann ein Airbus sein. Mit einer Kapazität von 18 bis 30 Personen und einer Reichweite von rund 11.000 Kilometern ist der Airbus der Privatjet mit der größten Kabine auf dem Markt. Die Fluggesellschaft Emirates verfügt über einen eigenen A319 mit 10 Suiten, einer Lounge und einem Esszimmer.
    Damit könnte er wieder "standesgemäß" fliegen.
    In der EU gehen Wirtschaftsinteressen vor Sanktionen gegen Russland (Putin).

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