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Geplatzte Übernahme Qiagen-Aufsichtsratschef Hakan Björklund geht – Larry Rosen rückt nach

Nach der gescheiterten Übernahme des Diagnostikkonzerns durch Thermo Fischer verlässt der Chefaufseher das Unternehmen. Gründe werden nicht genannt.
21.08.2020 - 18:12 Uhr Kommentieren
Das Biotechunternehmen bekommt einen neuen Chefaufseher. Quelle: dpa
Qiagen

Das Biotechunternehmen bekommt einen neuen Chefaufseher.

(Foto: dpa)

Frankfurt Wenige Tage nach dem Scheitern der Übernahme durch Thermo Fisher wirft Aufsichtsratschef Hakan Björklund hin. Der ehemalige Chef des Pharmakonzerns Nycomed habe sein Amt in einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung niedergelegt und seinen Rücktritt aus dem Gremium erklärt, teilte Qiagen ohne Angabe von Gründen mit.

Björklund saß dem Qiagen-Aufsichtsrat seit gut zwei Jahren vor. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige Finanzchef der Deutschen Post, Larry Rosen, gewählt. Er gehört dem Aufsichtsrat seit 2013 an. Rosen stellte sich hinter den Vorstand und betonte, der Aufsichtsrat stehe „uneingeschränkt hinter der Wachstumsstrategie“ von Qiagen.

Die Übernahme durch Thermo Fischer war das bisher größte Übernahme-Vorhaben in der deutschen Biotechbranche und ist am Widerstand der Aktionäre gescheitert, Bis zum Ablauf der Angebotsfrist hatten Aktionäre von Qiagen dem US-Diagnostikahersteller und Laborausrüster nur rund 47 Prozent der Aktien angedient. Der Widerstand wurde von Finanzinvestoren, die Großaktionäre bei Qiagen sind, angeführt. Die Geschäftsleitung hatte eine Übernahme befürwortet.

Die geforderte Mindestannahmeschwelle von 66,7 Prozent wurde jedoch klar verfehlt. Qiagen muss vertragsgemäß eine Kostenerstattung von 95 Millionen Dollar an den US-Konzern zahlen. Das Unternehmen werde nun weiter die bisherige Strategie des Wachstums und der Wertschöpfung umsetzen, „um den wachsenden Bedarf an molekularen Tests im Life-Sciences-Bereich und in der Molekulardiagnostik zu adressieren“, hatte Björklund noch erklärt.

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    Die 1984 gegründete Qiagen ist einer der Pioniere und gemessen am Umsatz zugleich auch das größte Unternehmen der deutschen Biotechbranche. Zwar steht an der Spitze des Konzerns eine niederländische Holding, operativ wird das Unternehmen jedoch von der Zentrale in Hilden nahe Düsseldorf geführt.

    Qiagen ist zunächst als Spezialist für Reagenzien und Technologien zur Aufbereitung von Nukleinsäuren, den Trägermolekülen für Erbinformationen, herangewachsen und beliefert in dieser Rolle heute Gentechniklabore weltweit.

    Mehr: Größte Übernahme in der deutschen Biotechbranche ist geplatzt.

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