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Gericht rügt mangelnde Sorgfalt Bei veralteter Kanzleisoftware haftet der Anwalt

Gefährlich wird es für Anwälte, wenn sie ihre Kanzleisoftware nicht regelmäßig aktualisieren lassen und die Software veraltete Faxnummern von Gerichten enthält.

HB/crz GARMISCH. In dem Fall, den das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamburg entschied, hatte die Sekretärin des Advokaten am letzten Tag einer vom Gericht gewährten Frist den Schriftsatz an eine falsche Nummer gefaxt.

Die Nummer kam aus dem elektronischen Gerichtsverzeichnis der Kanzleisoftware, an welcher allerdings nur unregelmäßig Updates durchgeführt worden waren. Der Anwalt wehrte sich: Auch bei regelmäßiger Pflege der Software hätte der Fehler nicht vermieden werden können, weil auch die aktuelle Version die veraltete Faxnummer enthalten habe. "Nichts da", meinten die Richter: Allein die Tatsache, dass die Software nicht mehr auf dem neuesten Stand war, hätte den Anwalt gegenüber den elektronischen Angaben misstrauisch machen müssen.

LAG Hamburg, Az.: 1 Sa 47/03

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