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Glencore Ivan Glasenberg tritt als Chef des weltgrößten Rohstoffkonzerns ab

Glencore leitet den Führungswechsel ein: 2021 ist für Langzeit-Chef Ivan Glasenberg Schluss. Sein Nachfolger steht vor großen Aufgaben.
04.12.2020 - 16:28 Uhr Kommentieren
Der Glencore-CEO hinterlässt einen Rohstoffkonzern im Umbruch. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Ivan Glasenberg

Der Glencore-CEO hinterlässt einen Rohstoffkonzern im Umbruch.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Frankfurt Glencore-Chef Ivan Glasenberg tritt nach fast zwei Jahrzehnten an der Spitze des weltgrößten Rohstoffkonzerns ab. Er werde als CEO und Mitglied des Verwaltungsrats im ersten Halbjahr 2021 aufhören, teilte Glencore am Freitag in Baar im Schweizer Kanton Zug mit. Seine Ämter werde er an den Australier Gary Nagle übergeben, bislang Chef der Kohlesparte.

Erst vor wenigen Wochen hatte Glasenberg in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ angedeutet, dass er nicht mehr ewig an der Spitze des Konzerns stehen werde. Doch der Rücktritt kommt nun überraschend schnell. Die Aktie legte am Freitagnachmittag rund drei Prozent zu.

Glencore steckt mitten in einem Umbauprozess: Ebenfalls am Freitag hat sich der Konzern auf seinem Investorentag dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu arbeiten. Das ist eine große Herausforderung für einen Konzern, der seine Einnahmen zu einem großen Teil mit dem Abbau und dem Handel mit Kohle erzielt. Glencore ist zudem einer der weltgrößten unabhängigen Ölhändler.

Glencore ist eines der umstrittensten Schweizer Unternehmen. Der Konzern betreibt auch Minen in Regionen, in die sich nur wenige börsennotierte Großkonzerne wagen, etwa im Kongo. Glencore war in der Vergangenheit mehrfach wegen schwerer Arbeitsunfälle in afrikanischen Minen sowie wegen Verwicklungen in Schmiergeldskandale in den Schlagzeilen.

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    Glasenberg arbeitet bereits seit 1984 bei Glencore und dem Vorgängerunternehmen. Der gebürtige Südafrikaner startete seine Karriere im Kohlehandel, damals noch bei der Marc Rich + Co AG unter der Führung des schillernden Rohstoff-Milliardärs Marc Rich. Dieser stand unter anderem wegen Umgehung von Iran-Sanktionen und Steuerhinterziehung jahrelang auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher des FBI.

    Steiler Aufstieg

    Glasenberg stieg 1991 zum Chef des Kohlehandels auf. 2002, acht Jahre nachdem Rich vom übrigen Management-Team aus der Firma gedrängt wurde, wurde Glasenberg Konzernchef. 2011 brachte er Glencore an die Börse.

    Mit der Übernahme des Minenbetreibers Xstrata 2013 formte Glasenberg den weltgrößten Rohstoffkonzern mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 215 Milliarden Euro. „Ich bin stolz auf das Unternehmen, das wir aufgebaut haben“, sagte Glasenberg.

    „Ivan übergibt die Führung an Gary in einer Zeiten großen Wandels“, sagte Tony Hayward, Chairman von Glencore, in einer Mitteilung. Das Unternehmen sei jedoch bestens positioniert, um die nötigen Rohstoffe für den Übergang hin zu erneuerbaren Energien zu liefern.

    Glencore ist nicht nur im Handel mit Kohle und Öl stark. Der Konzern handelt auch mit Kupfer und ist der weltgrößte Produzent von Kobalt – beides Metalle, die beispielsweise für die Produktion von Elektroautos wichtig sind. Dieses Geschäft muss mit Nagle nun der bisherige Chef der Kohlesparte ausbauen.

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