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Graf von Faber-Castell Der Herr der Stifte ist gestorben

Er führte den weltbekannten Stiftehersteller in achter Generation: Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Begonnen hatte er seine Karriere allerdings als Investmentbanker.
Update: 22.01.2016 - 13:08 Uhr
Der Unternehmer, hier im Juni 2013, ist im Alter von 74 Jahren gestorben Quelle: dpa
Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell

Der Unternehmer, hier im Juni 2013, ist im Alter von 74 Jahren gestorben

(Foto: dpa)

Stein Der Chef des Stiftherstellers Faber-Castell, Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, ist tot. Wie eine Unternehmenssprecherin am Freitag mitteilte, starb er am Donnerstag im Kreise seiner Familie im US-amerikanischen Houston. Er wurde 74 Jahre alt. Der Unternehmer hinterlässt seine Frau und vier Kinder. Er leitete Faber-Castell in der achten Generation und seit fast 40 Jahren.

Der am 7. Juni 1941 in Bamberg geborene Graf von Faber-Castell studierte zunächst Jura und war dann als Investmentbanker in London und New York tätig. 1978 wurde er alleiniger geschäftsführender Gesellschafter der Faber-Castell-Gruppe und später mit der Umwandlung in eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft deren Vorstandsvorsitzender.

250 Kilogramm Farbe am Tag
Vom einfachen Brettchen zum Stift
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In der Produktionsstätte am Firmensitz von Faber-Castell in Nürnberg-Stein wird ein Teil der berühmten Stifte hergestellt. 800 Mitarbeiter arbeiten an dem ältesten Standort der Firma, 350 davon in der Herstellung.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)
Von fünf auf 500.000
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Aus diesen vielen Holzpaletten entstehen Hunderte Blei- und Buntstifte. Als Unternehmensgründer Kaspar Faber 1761 mit der Produktion begann, wurden pro Tag gerade einmal fünf Stifte hergestellt – heute sind es 500.000.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)
Die Quelle der Farbe
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Nachdem die Brettchen eine Kerbe gefräst bekommen haben, laufen sie durch diese Maschine. Wie der Name verrät, werden hier die bunten Minen eingelegt.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)
Regal mit Farbeimern
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120 verschiedene Minenfarben hat Faber-Castell im Sortiment, zusätzlich werden die Stifte lackiert. Pro Tag werden allein am Standort in Nürnberg-Stein 250 Kilogramm Farbe verbraucht.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)
Lackierungsbad
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Auch eines der bekanntesten Produkte von Faber-Castell, der grüne „Castell 9000“ wird in Stein gefertigt. Der Stift wurde 1905 von Graf Alexander von Faber-Castell entwickelt, darauf prangte erstmals auch das Werbemotiv der beiden kämpfenden Bleistiftritter.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)
Warenprüfung
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Immer wieder werden die Stifte hinsichtlich ihrer Funktion überprüft, wie etwa hier, ob die Mine auch hohem Druck standhält.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)
Fräsen, Mine einlegen, Färben
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All diese Arbeitsschritte werden auf den verschiedenen Stockwerken der Produktion in Stein gemacht. In den schwarzen Plastikboxen werden die Stifte zu den einzelnen Maschinen gebracht.

(Foto: Bernd Telle für Handelsblatt)

Im laufenden Geschäftsjahr (31.März) erwartet Faber-Castell mit weltweit rund 7500 Mitarbeitern einen Rekordumsatz von mehr als 600 Millionen Euro. Zum Ertrag macht das Unternehmen mit den kämpfenden Rittern im Logo traditionell keine Angaben.

Seit mehr als 250 Jahren produziert das Traditionsunternehmen unter anderem in Stein bei Nürnberg. Der Hersteller von Schreib-, Zeichen- und Kosmetikstiften erwirtschaftet rund 70 Prozent seines Umsatzes im außereuropäischen Ausland.

  • dpa
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